Lokalsport

Zurück zur Lufthoheit

Mit dem USC Freiburg kommt ein möglicher Aufbaugegner nach Kirchheim

Nach den letzten Spielen gegen Karlsruhe, Crailsheim und Ehingen steht Kirchheims Basketballer am Samstag um 19.30 Uhr das nächste Derby in der Pro A auf dem Programm. Gegen den USC Freiburg wollen die Knights in der Sporthalle Stadtmitte die passende Antwort auf die erste Saisonniederlage gegen die Merlins geben und die Derbywochen mit dem dritten Heimsieg beenden.

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Timo Probst

Kirchheim. Nachdem der Ärger über das unsportliche Foul von Scott Freymond in der Schlussphase in Crailsheim bei Frenkie Ignjatovic so langsam verflogen war, machte der Headcoach der Kirchheimer seine Spieler unter der Woche auf die wahren Gründe für die erste Saisonniederlage beim württembergischen Konkurrenten aufmerksam. Neben der Ladehemmung von der Dreierlinie (kein Treffer bei 19 Versuchen) konnte der Trainer vor allem eine deutliche Unterlegenheit seiner Mannschaft unterm Korb beobachten, wo sich die Crailsheimer ganze 18 Rebounds mehr sicherten als die Knights. „Einen schlechten Tag von außen muss man dem Team einmal zugestehen, das Reboundverhalten dagegen muss sich schleunigst verbessern“, erwartet Ignjatovic morgen gegen Freiburg eine Reaktion von seiner Mannschaft.

Die deutlichen Worte ihres Trainers haben sich die Spieler offensichtlich zu Herzen genommen: Im Pokalspiel in Ehingen am Dienstagabend gaben die Kirchheimer die passende Antwort. Ohne die beiden Kooperationsspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi lieferten die Knights in der ersten Halbzeit eine starke Leistung ab, ehe sich die Kirchheimer im zweiten Abschnitt auf die Verwaltung des Vorsprungs beschränkten und bei Rebounds erneut Schwächen offenbarten. Gordon Scott und Radi Tomasevic war es schließlich zu verdanken, dass man am Ende trotzdem mit einem 71:62- Erfolg in die dritte Pokalrunde einziehen konnte.

Der erste Schritt nach der schmerzhaften Derby-Niederlage ist also getan. Mit einem Sieg gegen den USC Freiburg soll nun der nächste folgen. Ignjatovic sah nach dem Spiel in Ehingen noch viel Luft nach oben und erwartet am Samstag eine weitere Leistungssteigerung seines Teams.

Mit dem USC Freiburg treffen die Knights auf eine Mannschaft, die im vergangenen Jahr noch eine Liga tiefer an den Start ging. Nachdem die Badener zum Saisonende in der Pro B auf einem Abstiegsplatz standen, rückten sie im Sommer durch den Rückzug einiger Pro A-Teams in die zweithöchste deutsche Spielklasse auf. Die ersten Spiele machten jedoch deutlich, dass die Breisgauer nach dem unerwarteten Aufstieg noch nicht angekommen sind in der neuen Liga. Fünf zum Teil deutliche Niederlagen musste das Team von Head­coach Markus Zilch zum Saisonauftakt einstecken, damit ziert der USC nach fünf Spieltagen zusammen mit den Baskets aus Essen und dem TV Langen das Tabellenende.

Bester Scorer der Freiburger mit 14 Punkten im Schnitt ist Rückkehrer Christoph Roquette, der den Großteil der vergangenen Saison aufgrund eines Auslandssemesters in England verbrachte. Unterstützung erhält der Power Forward von den US-Boys Andrew Hunter (12,8), Gerald Robinson (11,0) und Anish Sharda (10,0), die in diesem Jahr allesamt ihre erste Saison für den Universitätsclub bestreiten. Marin Petric (9,6) sowie die aus Schalke und Weißenfels gekommenen Yannick Evans (7,0) und Lars Grübler (5,0) sind die weiteren Leistungsträger des USC, während der ehemalige Nördlinger Julius Haag gemeinsam mit den Jugendspielern Tobias Tessmann und Constantin Herdrich für die nötige Breite im Team sorgen.

Kirchheim geht morgen somit als klarer Favorit ins vierte Derby innerhalb von zwei Wochen und will im dritten Heimspiel der Saison unbedingt den dritten Sieg einfahren. Wieder mit dabei sind die Ludwigsburger Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi, sodass die Knights gegen Freiburg erneut in Bestbesetzung werden antreten können.

Karten für das Spiel sind wie gewohnt an den Vorverkaufsstellen Auto Schmauder, Möbel König, Intersport Räpple und Modehaus Bantlin sowie ab 18 Uhr an der Abendkasse in der Halle erhältlich.