Lokalsport

Zwei mit Selbstvertrauen, einer mit Wut im Bauch

"Handball ist Teamsportart Nummer zwei." So stand es in der "Handballwoche" zu lesen. "Handball kommt für mich direkt nach Fußball", bestätigt auch Schalke-Manager Rudi Assauer. 16 000 Fans in der Kölnarena und 30 000 Fans jüngst Auf Schalke bestätigen dies. Diese "Welle" soll auch am Wochenende ins Täle schwappen, wenn in Lenningen und Owen die Hallen beben.

LENNINGEN/OWEN/WEILHEIM Lang , lang ist`s her, dass die SG Lenningen mit einem Sieg in die Saison gestartet ist. Dass dies beim Favoriten Hbi Weilimdorf/Feuerbach gelang, ist umso erfreulicher. Da titelte selbst der Hbi-Chronist neidlos in den Stuttgarter Nachrichten: "Nord-Stuttgarter blieben beim 27:30 gegen die SG Lenningen chancenlos." SG-Trainer Hans Hahn, der ansonsten eher sparsam mit Lob umgeht, stellte denn auch zufrieden fest: "Ich habe den Eindruck, dass sich alle weiterentwickelt haben".

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Diesen Fortschritt wollen heute Abend auch die heimischen Fans erleben, wenn die SG den Verbandsliga-Absteiger HC Wernau erwartet. Das der HC den gewaltigen Aderlass nach Saisonende (neun Spieler verließen die Mannschaft) noch nicht ganz verkraftet hat, zeigt der knappe 22:21-Heimsieg über den Aufsteiger SKV Unterensingen. SG-Kapitän Steffen Kazmaier hat Respekt vor der HC-Leistung, die noch einen Fünf-Tore-Rückstand kippte. "Ich denke, dass Wernau uns mit einer offensiven Abwehr überraschen wird", mutmaßt er. Mit dem gewachsenen Selbstbewusstsein, will die SG von Anfang an das Heft in die Hand nehmen und zwei Pluspunkte einfahren. (Spielbeginn: Heute, 20 Uhr, Sporthalle Lenningen).

Owen mit neuem Anlauf Der TSV Owen empfängt zum ersten Heimspiel der Saison am kommenden Sonntag um 17 Uhr die HSG Weinstadt. Nach der äußert unglücklichen Niederlage in Weilheim brennen die Jungs um Kapitän Bastian Reckziegel natürlich darauf, die ersten Pluspunkte einzufahren. Mit der HSG Weinstadt hat es der TSV mit einem völlig unbekannten Gegner zu tun. Am vergangenen Wochenende unterlag die HSG nach toller Aufholjagd nur knapp mit 30:28 in Wolfschlugen. Haupttrümpfe waren vor allem schnelle Konter und ein gefährlicher Rückraum.

Der TSV ist also gewarnt, und wird seinerseits versuchen, sein eigenes Spiel aufzuziehen. Die ersten guten Ansätze dafür waren in der Wühlehalle zu erkennen. Doch vor allem in punkto Chancenverwertung und dem Umschalten von Angriff auf Abwehr gibt es noch etliches zu verbessern. Ansonsten war auch Trainer Enrico Wackershauser nicht gänzlich unzufrieden mit dem Auftaktspiel. Doch wer sich solch haarsträubende Fehler erlaubt, kann in Weilheim nicht gewinnen. In Owen hofft man derweil, dass der TSV den schlechten Rundenstart der vergangenen Saison nicht wiederholt. Damals war das Team nach einem Sieg im ersten Spiel glücklos und fand sich schnell mit 2:6 Punkten auf dem neunten Rang wieder.

Weilheim beim AufsteigerDer TSV Weilheim gastiert am Sonntagnachmittag zu seinem ersten Auswärtsspiel beim SKV Unterensingen. Mit dem Aufsteiger wartet ein unangenehmer Gegner auf die Schlichtenmayer-Schützlinge. Dies zeigte sich bereits am ersten Spieltag, als der SKV denkbar knapp mit einem Tor beim HC Wernau unterlag. Unterensingen kann auf eine gesunde Mischung aus jungen, talentierten Spielern und einem erfahrenen Rückraum um die beiden Cracks Basler und Wagner zurückgreifen.

Nach dem glücklichen Derby-Sieg gegen Owen hofft Trainer Schlichtenmayer, dass die Mannschaft mit dem nötigen Selbstvertrauen in das Spiel geht. Vor allem auf der kämpferischen Leistung kann aufgebaut werden, auch wenn im Angriff viele unnötigen Ballverluste und technische Fehler zu Buche standen (Spielbeginn: Sonntag, 17 Uhr, Bettwiesenhalle Unterensingen).

döl/br/sgSG Lenningen:

S. Lamparter, Tombrägel; Braunwarth, Gökeler, Kazmaier, Kirschmann,J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, C. Wiesinger.TSV Owen:

Fazakas, Reckziegel; Blumauer, Dunkel, Güntner, C. Hoyler, H. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Schmid, Vroom, Wahl.TSV Weilheim:

Patek, Mayer, Bleher, Weiss, Schill, Bächle, Gomringer, Rack, Bukowski, Klein, Dörr, Binder.