Lokalsport

Zwei Nachbarn im Fernduell um die Relegation

Zwei Spieltage vor Saisonende zeigt sich die Landesliga, Staffel 2, "geglättet". Alle Mannschaften haben 20 Spiele absolviert. Hinter dem Meister SG Lenningen ist die Hatz auf den begehrten Aufstiegs-Relegationsplatz eröffnet. Die Entscheidung, wer Vize wird, fällt zwischen den punktgleichen TSV Weilheim und dem TSV Owen.

LENNINGEN/WEILHEIM/OWEN Das scheinbar leichtere Restprogramm der Verfolger hat die Wackershauser-Sieben aus der Teckstadt. Eng geht es auch noch im Tabellenkeller zu, wo neben den bereits feststehenden zwei Absteigern Neuhausen und Wolfschlugen noch der Dritte im Bunde gesucht wird. Hier ist der HC Wernau stark gefährdet. Auch der Viertletzte, die HSG Ebersbach/Bünzwangen, sitzt auf dem Schleudersitz. Bleibt es so, müssten die Filstäler in die Abstiegs-Relegation.

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Halten die Festwochen auch noch dieses Wochenende an? Dies fragt man sich zurzeit in Lenningen. Zum letzten Heimspiel will die Hahn-Sieben ihre Zu-Null-Heimbilanz verteidigen. Gleichzeitig wollen Kazmaier und Co. ihrem scheidenden Trainer Hans Hahn, der am Mittwoch seinen 50. Geburtstag feierte, per Sieg ein Abschiedsgeschenk überreichen. Zwei Punkte auf der Habenseite dürften auch bei der für heute geplanten Abschlussfeier für zusätzliche Stimmung sorgen.

Einer könnte da etwas dagegen haben: Bei HSG Ebersbach/Bünzwangen steht der Klassenerhalt auf dem Spiel. Zuletzt musste sich Unterensingen dem Siegeswillen der HSG beugen. Der Neuling wurde 31:23 überrollt. Welches Potenzial in dieser jungen Mannschaft schlummert, musste die SG beim Vorrundenspiel erkennen. Erst in den letzten fünf Minuten konnte der Meister noch einen 28:25-Sieg einfahren. "Wir wollen uns heute meisterwürdig präsentieren", sagt ein selbstbewusster Torhüter Sven Lamparter (heute, 20 Uhr, Sporthalle Lenningen).

Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt der TSV Weilheim heute Abend den HC Wernau. Nach den beiden jüngsten Niederlagen ist die Ausgangslage für die Gastgeber klar: Nur zwei Siege aus den verbleibenden beiden Spielen sichern den erhofften Relegationsplatz. Dafür bedarf es jedoch einer völlig anderen Leistung, als sie die Limburgstädter in den vergangenen Spielen zeigten. Insbesondere der Angriff der Weilheimer ließ viele Wünsche offen. Dem Team fehlte die Durchschlagskraft und auch die Wurfausbeute war zu gering. Bleibt abzuwarten, inwieweit die beiden Niederlagen am Selbstvertrauen gekratzt haben und ob der TSV wieder in die Erfolgsspur zurückfindet (heute, 20 Uhr, Sporthalle Wühle).

Nur ein Sieg zählt auch für den TSV Owen, der am Sonntag den Tabellensiebten HbI Weilimdorf/Feuerbach empfängt. Vom klaren 35:25- Sieg aus dem Hinspiel sollten sich die Owener nicht blenden lassen. Erst in den letzten zehn Minuten konnte die Mannschaft von Enrico Wackershauser sich absetzen und den stark abbauenden Stuttgartern die Grenzen aufzeigen. Rein rechnerisch bräuchten die Gäste noch zwei Punkte, um dem Abstieg sicher zu entrinnen. Nach der herben Niederlage in Lenningen wird die Mannschaft auch auf Wiedergutmachung aus sein und mit aller Macht versuchen, unter der Teck zu punkten.

Erklärtes Ziel der Tecksieben ist es, die treuen Owener Zuschauer mit einem Heimsieg zu verabschieden. Doch der TSV lauert auf seine Chance im Rennen um Platz zwei. Dazu müsste dem TSV Weilheim freilich ein Patzer auf der Zielgeraden unterlaufen und Owen alle restlichen Punkte einfahren. Keine leichte Aufgabe also, die auf die Mannschaft um Benjamin Kazmaier wartet.

döl/sg/br

SG Lenningen: S. Lamparter, Tombrägel; Braunwarth, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, C. Wiesinger, J. Wiesinger. TSV Weilheim:

Patek, Mayer, Bleher, Weiss, Binder, Allgaier, Rack, Gomringer, Dörr, Klein, Bächle, Schill.TSV Owen:

Carrle, Fazakas; Dunkel, C. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Klett, Schmid, Wahl.