Lokalsport

Zwei Ostclubs vorne

Der elfte Spieltag der zweiten Basketball-Liga brachte den Abschied von Altmeister USC Heidelberg aus dem Aufstiegsrennen: Das 68:84 gegen Kaiserslautern war bereits die vierte Niederlage. An der Spitze der Tabelle zeigt sich immer deutlicher, dass die Vereine aus dem Osten der Republik im Moment das Maß aller Dinge sind.

KIRCHHEIM Tabellenführer POM baskets Jena, der die leichteste Aufgabe hatte, setzte sich beim TV Lich souverän 83:70 durch. Dabei half natürlich auch, dass der beste Licher, Marcus Sloan, gesperrt zuschauen musste. Der US-Center hatte sich unter der Woche beim DBB-Pokalspiel gegen EnBW Ludwigsburg ein Handgemenge mit Ludwigsburgs Center Michel Ferreira do Nascimento geliefert und ein Spiel Sperre und 400 Euro Strafe dafür bekommen. Der Bundesligaspieler bekam zwei Spiele Sperre und 3000 Euro Strafe auferlegt.

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Jena (20:2) hält als einziger Klub mit nur einer Niederlage nun allein die Spitze. Verfolger Bayreuth (jetzt 18:4) verlor das Spitzenspiel gegen Chemnitz (18:4) zu Hause vor der Rekordkulisse von 2 100 Zuschauern knapp mit 76:78. Die Sachsen waren das ganze Spiel über nie in Führung, doch mit der Schluss-Sirene foulten gleich zwei Franken den Chemnitzer Jaivon Harris, der mit zwei Freiwürfen alles klar machte. Chemnitz erobert so Platz zwei, punktgleich vor Bayreuth und Kaiserslautern.

Die "Roten Teufel" schickten den Altmeister USC Heidelberg beim einzigen Sonntagsspiel in die Depression. Das Team des Alt-Internationalen Markus Jochum, das selbst den Aufstieg in die Bundesliga proklamiert hatte und aufgrund der personellen Stärke von vielen Experten auch als Favorit gehandelt wurde, kassierte mit einem klaren 68:84 bereits die vierte Saisonniederlage. Coach Jochum muss sich zu Hause von den Fans wohl einiges anhören. Noch vor dem USC (14:8) steht nun der TV Langen (16:6). Gegen Unionshops Rastatt legten die Giraffen los wie die Feuerwehr, gewannen gegen die ohne Rathjen und Goodwin angetretenen Badener das erste Viertel 29:5. Doch die zweiten zehn Minuten gingen 23:8 an Rastatt. Coach Frenkie Ignjatovic: "Das schien zu einfach im ersten Viertel und dann war die Spannung raus." Am Ende konzentrierten sich die jungen Langener wieder und schickten Rastatt (4:18) mit dem 85:73 erstmals auf den letzten Tabellenplatz.

Die größte Überraschung des Spieltags gab es in München. Mit nur einem Amerikaner Wilkerson verletzt verpatzte der zuletzt so starke Aufsteiger sein Heimspiel gegen Schlusslicht Mainz, das mit 89:80 den zweiten Saisonsieg feierte. Ebenso der USC Freiburg, der den auswärtsschwachen TV Nördlingen nächster Gegner der Knights mit einem 89:85 nach Hause schickte. Die Liga ist in der Abstiegszone also enger zusammengerückt.

mad