Lokalsport

Zwei Piloten, ein Novum

Nach 631 Kilometern fast sekundengleich im Ziel

Die Piloten beim Kirchheimer Hahnweidwettbewerb addieren weiterhin fleißig Kilometer hinzu: Auch gestern, am dritten Flugtag in Folge, erlaubten die Aufwinde bemerkenswert lange Flüge. Auch die Doppelsitzer profitierten von den guten Voraussetzungen. Mit dem gestrigen Tagessieg empfahlen sich Gall/Fröschle/Schill (Sportfliegerclub Stuttgart) als heiße Favoriten.

Hahnweide, Impressionen vom Hahnweidwettbewerb
Hahnweide, Impressionen vom Hahnweidwettbewerb

Kirchheim. Gute Segelflugbedingungen bedeuten für die Piloten auch immer frühes Aufstehen. Am zweiten Tag in Folge berief Sportleiter Marc Puskeiler die 118 Teilnehmer des Hahnweidwettbewerbs zu einem vorgezogenen Briefing in die Wolf-Hirth-Halle. Weil genügend Thermik stets präsent war, gibt es in diesem Jahr Aufgabengrößen, wie sie beim Hahnweidwettbewerb schon seit über 20 Jahren nicht mehr möglich waren.

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Dank der guten äußeren Bedingungen konnten sie von den Piloten an den vergangenen drei Tagen auch realisiert werden. Ein Novum gab es in der offenen Klasse am späten Sonntagabend zu vermelden: Steve Jones (Großbritannien) und Wolfgang Clas (Nürnberg) trennten nach 4.48 Stunden Flugzeit und 631 geflogenen Kilometern gerade einmal eine Sekunde. Da dies innerhalb der Wertungstoleranz liegt, wurden beide als Tagessieger gewertet.

Auch am Montag waren die Luftsportler wieder voll gefordert. Meteorologe Jupp Dahlem empfahl bei der Streckenwahl abermals die Thermik-Rennstrecke Schwäbische Alb zu wählen. Zwischen Albstadt und Regensburg wurden für die fünf Wertungsklassen dann Streckenlängen zwischen 312 Kilometer (Doppelsitzer) und 510 Kilometer (18-Meter-Klasse) vorgegeben. Einfluss auf die Größe einer Tagesaufgabe einer Klasse hat neben der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Flugzeuge auch die Reihenfolge der Wettbewerbsklassen beim Start. Die vorne im Starterfeld stehenden Klassen fliegen die längere Strecke. Die Schleppflugzeuge benötigen etwas über eine Stunde, um alle Segler in die Luft zu schleppen.

Wetter und Strecken ändern sich bekanntlich, doch das Siegerteam in der Doppelsitzerklasse ist mit großer Häufigkeit das Team Gall/Fröschle/Schill. Das eingespielte Team vom auf der Hahnweide beheimateten Sportfliegerclub Stuttgart steht seit Jahren meist ganz oben auf dem Treppchen am Ende einer Wettbewerbswoche. Mit zwei Tagessiegen am Sonntag und am gestrigen Montag haben die Abonnementsieger auf ihrem Arcus eine ideale Ausgangsbasis geschaffen, auch dieses Jahr in der Endabrechnung wieder ganz vorne zu stehen.

Nach dem gelungenen Auftakt am Wochenende kündigt sich zur Wochenmitte hin schlechteres Wetter an. Zumindest am Mittwoch droht den Segelfliegern eine Regenpause.