Lokalsport

Zwei Piloten sind einer zu wenig

Weil ein dritter Pilot fehlte, büßte die Fliegergruppe Wolf Hirth in der drittletzten Runde der Segelflug-Bundesliga etliche Punkte ein. In der Gesamtwertung rangiert sie nun auf Platz elf.

KATJA HOLIGHAUS

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KIRCHHEIM In der 17. Runde der Segelflug-Bundesliga gelang es auch zwei Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth, für den Verein zu punkten. Allerdings fehlte der dritte Pilot, sodass nur vier Punkte geholt wurden. Es ergab sich aber gerade an diesem Samstag, dass die Piloten des Vereins Kilometer in anderer Form zurücklegten: Viele Streckenflieger waren mit dem Auto und dem Flugzeuganhänger auf dem Rückweg von der baden-württembergischen Segelfluglandesmeisterschaft der Junioren, andere Piloten waren auf dem Weg zum Vereinsfluglager ins bayerische Cham.

Bei guten Streckenflugbedingungen absolvierte Willi Balz, der in der Vorwoche von den deutschen Meisterschaften zurückgekommen war, mit seinem Doppelsitzer ASH 25 einen 570-km-Flug Balz flog "rund um Stuttgart", wie die Hahnweid-Segelflieger gerne untertreibend sagen. Der Flug führte den Wirtschaftsingenieur aus Wolfschlugen tief in den Schwarzwald hinein, über das Rheintal hoch zum fränkischen Hammelburg und zurück über den bayerischen Wald bis auf die Ostalb, wo er schließlich auf Grund der sich verschlechternden Wetterlage für den restlichen Heimflug seinen Motor benutzen musste.

Der zweite Wolf-Hirth-Pilot, der in die Wertung kam, war Horst Heimann, Segelflugreferent und Zweiter Vorsitzende der Fliegergruppe. Heimann flog mit seinem "kleineren" Flugzeug Ventus 2cT etwa die gleiche Strecke etwas verkürzt. Am Ende bilanzierte er 453 geflogene Kilometer. Sowohl Balz als auch Heimann waren mit Durchschnittgeschwindigkeiten von 78 km/h und 82 km/h (sehr schnell) unterwegs. Mangels Punkte durch einen dritten Wolf-Hirth-Piloten fiel die Fliegergruppe in der Tabelle vom zehnten auf den elften Platz zurück.

Zwei Bundesliga-Runden stehen jetzt noch aus.

Einen Grund zur Freude hatten die Wolf-Hirth-Piloten dennoch: Zwei junge Streckenflugpiloten konnten sich bei den Segelfluglandesmeisterschaften der Junioren ganz vorne platzieren. Marc Puskeiler erflog sich den fünften Platz und Steffen Keppler Platz sechs in der Standardklasse. Beide qualifizierten sich für die deutschen Segelflugmeisterschaften der Junioren 2006.