Lokalsport

Zwei Punkte für das Selbstvertrauen

Mit einem ungefährdeten 6:0-Sieg hat sich der TTC Frickenhausen bei der SIG Combibloc Jülich/Hoengen durchgesetzt. Für den Club aus Nordrhein-Westfalen, der erneut auf seinen Spitzenspieler Tomasz Krzeszewski verzichten musste, wird es nun eng in Sachen Klassenerhalt.

OLAF NÄGELE

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JÜLICH Der TTC Frickenhausen scheint sein Zwischentief überwunden zu haben und zeigte erstmals in der Rückrunde Biss. Es war ein Spiel, das fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Nur 100 Zuschauer wollten die Begegnung zwischen dem Tabellenzweiten aus Frickenhausen und dem Drittletzten Jülich sehen, alle anderen gaben offensichtlich dem Karnevalstreiben den Vorzug.

Entsprechend nüchtern war die Stimmung in der Halle, wie Präsident Wohlhaupter-Hermann bedauerte. "Hinzu kam, dass Krzeszewski nicht spielen konnte. Da waren wir natürlich in der Favoritenrolle", führte er einen Grund für das mangelnde Interesse an dem Spiel an. Dieser Rolle wurde seine Mannschaft zwar gerecht, doch sie hatte ihre Schwierigkeiten. "Das Team muss erst wieder zusammenfinden. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft lange nicht zusammengespielt hat."

Spürbar war dies gleich im ersten Doppel. Ma Wenge und Jens Lundquist fanden in Lars Hielscher und Thomas Keinath harte Widersacher. Sie konnten zwar die ersten beiden Sätze trotz heftiger Gegenwehr mit je 11:8 gewinnen. Doch dann gingen zwei Sätze mit 11:5 und 11:4 an das Jülicher Gespann. Erst im Verlängerungssatz machten die Frickenhausener alles klar. Keine Probleme hingegen hatten Torben Wosik und Bojan Tokic gegen Marek Klasek und Knut Gollnow sie setzten sich souverän mit 3:0 durch und ließen den beiden Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance. Und wie es sich schon in den Doppeln abzeichnete, war es gerade das vordere Paarkreuz, das sich mit den Jülichern schwer tat.

Ma erwischte gegen Keinath einen Fehlstart, unterlag im ersten Satz mit 4:11, gewann Satz zwei und drei und wurde dann doch noch in die Verlängerung gezwungen. Mit einem 11:8 im fünften Satz sicherte er sich einen knappen 3:2-Erfolg. Und auch Jens Lundquist musste an seine äußersten Reserven gehen, um Lars Hielscher das Spiel abzunehmen. Bemerkenswert, wie der Schwede im vierten Satz einen 6:9-Rückstand drehte, den Matchball vergab und dann doch noch 12:10 gewann.

Am hinteren Paarkreuz gab es dann für Jülich nichts mehr zu holen. Wosik und Tokic beherrschten ihre Gegner klar und gewannen verdient mit jeweils 3:0. "Das waren zwei wichtige Punkte für das Selbstbewusstsein und für das Punktekonto", sagte Manager Christoph Reuhl, auch hinsichtlich der Tatsache, dass gleich drei Verfolger Würzburg, Gönnern und Düsseldorf nur einen Punkt einfahren konnten. "Wir werden jetzt die Zeit bis zum nächsten Spiel nützen, um die Mannschaft wieder zu einer geschlossenen Truppe zu formen. Dann läuft es wieder richtig rund", ist sich Reuhl sicher.

Spielstenogramm

Jülich Frickenhausen 0:6:

Hielscher/Keinath Ma/Lundquist 2:3 (8:11, 8:11, 11:5, 11:4, 6:11), Klasek/Gollnow Wosik/ Tokic 0:3 (4:11, 8:11, 3:11), Hielscher Lundquist 1:3 (10:12, 11:6, 6:11, 10:12), Keinath Ma 2:3 (11:4, 8:11, 4:11, 11:7, 8:11), Klasek Tokic 0:3 (1:11, 9:11, 8:11), Gollnow Wosik 0:3 (4:11, 5:11, 5:11).