Lokalsport

Zwei Punkte sind fest eingeplant

Das enttäuschende Ausscheiden aus der Champions League haben die Frickenhausener abgehakt, die Moral ist ungebrochen: Der TTC konzentriert sich nun ganz auf das Bundesliga-Geschehen. Für das letzte Spiel des Jahres gegen Tabellen-Schlusslicht Tündern am morgigen Freitag um 19.30 Uhr in der Sporthalle auf dem Berg heißt das: Zwei Punkte müssen her.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN "Natürlich waren wir enttäuscht", kommentiert Manager Christoph Reuhl das Ausscheiden aus der Champions League, aber wer den 38-Jährigen kennt, weiß, dass er sich nicht allzu lange mit der Vergangenheit aufhält und lieber in die Zukunft sieht. "Jetzt müssen wir uns eben in der Bundesliga um so teurer verkaufen", sagt er und denkt dabei an einen Play-off-Platz. "Wir haben gegen Ochsenhausen und Plüderhausen zwei sehr gute Partien gespielt und wollen an diese Leistungen anknüpfen."

Gegen die Mannschaft aus Tündern, die bislang ohne Punktgewinn die rote Laterne in der Tabelle hält, ist demnach ein Sieg Pflicht. "Wir sind klarer Favorit. Und dennoch müssen wir aufpassen. Tündern hat einige knappe Partien absolviert", warnt Reuhl. Die größte Gefahr dürfte von Dimitrij Ovtcharov ausgehen. Der 18-Jährige hat sich inzwischen zu einem veritablen Favoritenschreck entwickelt. In der Vorrunde gewann er gegen Größen wie Ochsenhausens Crisan, Würzburgs Leung und auch Ma Wenge und Bastian Steger waren ihm unterlegen. Auch Pistej Ludomir hat im Hinspiel gezeigt, wie gefährlich er ist und Ma ohne Punktgewinn nach Hause geschickt.

TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann ist sich jedoch sicher, dass dies keine Wiederholung findet und baut auf die derzeitige Spielstärke seines vorderen Paarkreuzes. "Damals kam die Mannschaft direkt von ihrem Champions League-Spiel in Angers zurück und war ein wenig angeschlagen. Außerdem liegen zwischen Mas Leistung zu diesem Zeitpunkt und heute Welten." Insgesamt ist der Vereins-Boss mit seinem neuen Team sehr zufrieden: "Die Mannschaft hat es geschafft, sich schon im ersten halben Jahr zu konsolidieren." Bastian Steger hat in seiner Spitzen-Partie gegen Werner Schlager im Champions League-Spiel gegen Niederösterreich seine Klasse gezeigt und auch Patrick Baums Abschneiden beim Pro Tour Grand Final (Silbermedaille in der U21-Konkurrenz) stimmt den Präsidenten vor der morgigen Partie zuversichtlich. "Ich rechne mit einem deutlichen Sieg."

Dass es im Kampf um die Play-offs knapp wird, daran zweifelt Rolf Wohlhaupter-Hermann nicht. Nach wie vor sind sechs Teams im Rennen, der Unterschied von Gönnern auf Platz fünf und Frickenhausen auf Rang drei beträgt nur drei Punkte. "Wir haben den Vorteil, dass wir gegen unsere Mitkonkurrenten Würzburg, Gönnern und Grenzau zuhause spielen. Diese Heimspiele müssen wir gewinnen und natürlich dürfen wir uns keine unnötigen Niederlagen erlauben." Dem kann Manager Reuhl nur zustimmen. "Die Rückrunde ist lang und wir müssen sehen, dass wir uns weiterentwickeln. Dann werden wir für unsere Gegner immer unberechenbarer."