Lokalsport

Zwei Schwaben über den Anden

El Condor pasa – die Freiheit des Condors über der einzigartigen Kulisse der chilenischen Anden erleben. Dieser Traum geht derzeit für den Kirchheimer Piloten und Unternehmer Tilo Holighaus in Erfüllung. Er ist Teilnehmer am Grandprix.

Rainer Rauch

Santiago de Chile. Wie der Vater, so der Sohn: Schon Klaus Holighaus brachte 1990 überwältigende Eindrücke von seinen Flügen über der großartigen Landschaft der Anden mit. Der Wunsch, dort einmal selbst zu fliegen, war für Filius Tilo, inzwischen Geschäftsführer der Schempp-Hirth Flugzeugbau damit geboren – die Einladung des chilenischen Clubpräsidenten Alex Janssen war daher ein willkommener Anlass, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Begleitet wird Tilo Holighaus vom Münsinger Uli Schwenk, der beim Gliding Grand Prix im Jahr 2007 Zweiter war.

Die Vorbereitungen auf den Trip nach Südamerika laufen bereits seit Monaten. Anfang November wurden die beiden Segelflieger Ventus 2a, mit der Holighaus und Schwenk an den Start gehen, auf Schiffe verladen. Nach sieben Wochen auf hoher See kamen die Fluggeräte heil und unversehrt in Chile an. Die Vereinsmitglieder des ausrichtenden Vereins „Club de Planeadores de Santiago“ haben die Flugzeuge abgeholt und an ihrem Platz aufgebaut.

Alle Teilnehmer am Grand Prix fliegen in der gleichen Klasse, in diesem Fall der Rennklasse, was einen guten Vergleich der Pilotenleistungen ermöglicht – nirgendwo sonst treten die Sportler in dieser Form gegeneinander an. Weitere Besonderheit des Grand Prix: Für alle Piloten beginnt der Tageswettbewerb zur gleichen Zeit. Damit ist für die Zuschauer und Crews sofort ersichtlich, wer gewonnen hat: nämlich der Erste, der das Ziel erreicht. Für Zuhausegebliebene bietet sich die Möglichkeit, via Internet den Wettbewerb live zu verfolgen (www.grandprixchile2009.org). 19 Piloten aus sechs Ländern sind beim einwöchigen Grand Prix am Start.

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