Lokalsport

Zwei Schwestern für Deutschland

Die Kirchheimerinnen Melanie und Sabrina Arnold bleiben in der Nationalmannschaft der Distanzreiter feste Größen. Zur Reiter-Weltmeisterschaft in Aachen ereilte sie der Ruf von Bundestrainer Bernhard Dornsiepen.

THOMAS PFEIFFER

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KIRCHHEIM/AACHEN Ehre, wem Ehre gebührt: Melanie Arnold (30), schon Gold-, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin bei deutschen Meisterschaften, und deren Schwester Sabrina Arnold (26/ein DM-Titel) vertreten zusammen mit der Bayerin Belinda Hitzler (35) und der Hessin Susanne Kaufmann (39) zum sportlichen Auftakt der Reit-WM in Aachen (20. August bis 3. September) die deutschen Farben. Im ganztägigen Distanzreiterwettbewerb zwischen sechs Uhr morgens und sechs Uhr abends am nächsten Montag hat die Nationalequipe, die zur Hälfte aus Kirchheimerinnen besteht, nichts als Außenseiterchancen. Als Favoriten im 42 Nationen starken Feld gelten neben den Startern aus den Arabischen Emiraten noch Australien und Frankreich.

Den bundesdeutschen Amazonen winkt dann eine Medaillenchance, "wenn die großen Nationen patzen", wie Bundestrainer Bernhard Dornsiepen betont.

Der ranghöchste Distanzreiter der Republik ist Westfale, 38 und kam, nach sorgsamen Trainingseinheiten im Vorfeld, zu diesem Schluss: Deutschlands beste Distanzreiter sind Frauen. Seine Auswahl, komplettiert durch die 39-jährige Marianne Hähnel (Falkenstein) als Einzelreiterin, kann in der 160-Kilometer-Königsdisziplin eigentlich nur positive Schlagzeilen schreiben. Weltspitze im Marathonreiten sind schließlich andere.