Lokalsport

Zwei Teckteams auf dem Weg nach oben

Frauenfußball: TSV Weilheim und SGM Wendlingen-Ötlingen sind die Topklubs in der Teckregion

Der TSV Weilheim als etablierte Größe in der Landesliga, die SGM Wendlingen-Ötlingen frisch in die Regionenliga aufgestiegen: Die Teckregion hat in Sachen Frauenfußball stark aufgeholt. Ein Ende der positiven Entwicklung ist nicht abzusehen, zumal beide Vereine mittelfristig noch höher hinaus wollen und jeweils fleißig am Unterbau arbeiten.

Engagiert an der Seitenlinie: Weilheims Trainer Björn Kluger will langfristig in die Oberliga. Foto: Andreas Krisch
Engagiert an der Seitenlinie: Weilheims Trainer Björn Kluger will langfristig in die Oberliga. Foto: Andreas Krisch

Weilheim/Kirchheim. Es tut sich was im lokalen Frauenfußball. Nach zwei verheißungsvollen Spielzeiten in der Landesliga (Platz 7 und 6) werden beim TSV Weilheim die Weichen für eine noch erfolgreichere Zukunft gestellt. Als Unterbau zum Sechstligateam soll zur kommenden Saison wieder eine zweite Mannschaft gemeldet werden, für die es bereits 16 Zusagen gibt. „Ideal wären 20, inklusive Spielertrainerin“, sagt der Trainer der ersten TSVW-Mannschaft, Björn Kluger. Der 32-jährige C-Lizenzinhaber träumt davon, die Weilheimerinnen eines Tages über die Verbands- in die Oberliga zu führen. Dort sind mit dem TB Neckarhausen und dem FV Faurndau die beiden Aushängeschilder des Bezirks Neckar/Fils in Sachen Frauenfußball vertreten. „Die haben den entsprechenden Unterbau, den wir jetzt nach und nach aufbauen wollen“, so Kluger.

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Allerdings ist Lokalrivale SGM Wendlingen-Ötlingen den Weilheimern in Sachen Nachwuchsarbeit noch ein gutes Stück voraus. Kann der TSVW mangels Masse für kommende Saison nur ein Team bei den B-Juniorinnen melden, gehen bei der SGM gleich fünf weibliche Mannschaften in verschiedenen Altersklassen auf Torejagd. Den Erfolg ihrer Bemühungen haben die Verantwortlichen im Rübholz bereits geerntet: Die ausschließlich aus eigenen Jugendspielerinnen bestehende Frauenmannschaft wurde in der abgelaufenen Saison ungeschlagen Meister in der Bezirksliga und spielt kommende Saison in der Regionenliga. „Auf lange Sicht wollen wir in die Landesliga und die Nummer eins werden“, sagt Martin Bestenlehner vom TSV Ötlingen, der gemeinsam mit dem Wendlinger Rolf Schad als SGM-Geschäftsführer fungiert.

Beide Teckvereine verbindet vor Beginn der neuen Saison im Herbst übrigens eine Hoffnung: Die auf eine geografisch günstige Ligeneinteilung. Während die Weilheimerinnen auf zuschauerträchtige Derbys gegen den FV 09 Nürtingen und die SGM Jebenhausen/Bezgenriet setzen (Kluger: „Ein entsprechender Antrag ist bereits gestellt“), träumen die Mädels aus Wendlingen und Ötlingen auf eine Regionenliga mit Neckarhausen II, Deizisau und Ruit.

Bevor es jedoch so weit ist, planen beide Klubs erstmal ihre Saisonvorbereitung. Björn Kluger bittet seine 20 Spielerinnen, von denen keine den Verein verlassen wird, am 8. Juli zum Trainingsstart, dem eine öffentliche Teamvorstellung am 12. Juli folgt, bei der auch die beiden TSVW-Männermannschaften präsentiert werden – ein Umstand, der Kluger freut: „In Weilheim wird da nicht getrennt, der Verein unterstützt alle.“ Vor diesem Hintergrund traut er seinem Team in der neuen Saison zu, vorne mitzuspielen ohne den ganz großen Wurf anzupeilen. „Der Aufstieg ist nicht als Ziel definiert“, sagt er.

Und bei der SGMWÖ? Dort gilt es in den kommenden Wochen erst einmal die genaue Kadergröße für die Regionenligatruppe auszuloten. „Wir habe viele Abiturientinnen, die studieren oder ins Ausland gehen. Wie viele genau, weiß aber noch keiner“, sagt Martin Bes­tenlehner, der aber zumindest keine Abgänge an andere Vereine verzeichnen muss und daher optimistisch ist. „Wir können in der neuen Liga eine gute Rolle spielen.“