Lokalsport

Zweiter Titel winkt

Eigentlich dürfte der Finalteilnahme des TTC Frickenhausen im ETTU-Pokal nichts mehr im Wege stehen. Das Hinspiel gegen Müller Würzburger Hofbräu gewann der Täles-Club klar mit 3:1. Die Franken müssten demnach das Rückspiel morgen (ab 18.30 Uhr) mit 3:0 gewinnen.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Die Frickenhausener Tischtennisprofis können nach dem Gewinn des deutschen Pokals nun die Weichen für ihren zweiten Titel in dieser Saison stellen. Aber zu sicher dürfen sich die Mannen um Trainer Qiu nicht sein, denn Würzburg hat in der Bundesliga-Rückrunde noch kein Spiel verloren.

Für den TTC Frickenhausen könnte dies die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte werden. Im Dezember legte das Team von Trainer Qiu mit dem Gewinn des DTTB-Pokals den Grundstein und im europäischen Wettbewerb um den ETTU-Cup stehen die Chancen auf den Titelgewinn ebenfalls sehr gut: 3:1 gewannen die Schwaben das Halbfinal-Hinspiel gegen Müller Würzburger Hofbräu, die Franken konnten gerade mal vier Sätze für sich entscheiden. Im Rückspiel am Samstag müssten Korbel und Co. einen glatten 3:0 - Sieg landen, um den TTC aus dem Rennen zu werfen. Dennoch meldet Manager Christoph Reuhl Bedenken an: "Das Ding ist noch nicht gelaufen", sagt er. "Das System mit drei Gewinnsätzen hat so seine Tücke und Würzburg ist ein sehr starker Gegner." Ein Gegner, der vor allem in der Rückrunde der Bundesliga-Saison mächtig an Fahrt aufnimmt. In den letzten drei Spielen gingen die Franken als Sieger von der Platte und haben seitdem wieder die Chance auf einen der Play-Off-Plätze.

Beim TTC lief es nicht ganz so rund. In Ochsenhausen verlor man knapp und um Haaresbreite schrammte das Team von Trainer Qiu beim Heimspiel gegen Fulda an einer Niederlage vorbei und rettete in letzter Minute ein Unentscheiden. Trainer Qiu sieht darin keinen kausalen Zusammenhang für das Spiel am Samstag. "Wir dürfen nicht so sehr darauf achten, ob der Gegner gut drauf ist oder nicht. Unsere eigene Leistung ist entscheidend." Und die schätzt er bei seinem Team momentan sehr hoch ein. "Bojan und Jens haben leichte Schulterprobleme, aber das bekommen wir bis Samstag wieder hin. Ansonsten sind alle fit und auch die Stimmung ist ok."

So ist der Coach fest davon überzeugt, dass auch Jens Lundquist und Torben Wosik, die in der nächsten Saison nicht mehr beim TTC unter Vertrag stehen (siehe Artikel "Es geht niemanden etwas an, was ich verdiene"), alles geben werden. "Die beiden sind Profis." Einen Wunschgegner, sollte der TTC das Finale erreichen, hat Qiu nicht. "Plüderhausen und auch AS Pontoise Cergy sind ernst zu nehmende Gegner. Da kann man sich nicht auf Spekulationen verlassen."