Lokalsport

Zweitschnellster Jung-Schwabe

VfL-Talent Philipp Hauff holt bei der schwäbischen Meisterschaft den Vizetitel bei der Jugend

Bei den schwäbischen Ski-Meisterschaften fuhren gleich zwei Läufer aus der Region unter die ersten zehn der Gesamtwertung. Besonders Philipp Hauff (VfL Kirchheim), der noch zur Jugendklasse zählt und dort hinter dem starken Nordschwarzwälder Philipp Gassner (SC Neuenbürg) Vizemeister wurde, glänzte auf der schnee­reichen Piste im österreichischen Warth.

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Warth. Zum Abschluss der alpinen Rennsaison sollten sie nochmals ein Highlight werden, die gemeinsamen Schwäbischen Meisterschaften der Schüler, Jugend und Aktiven. Doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung: Weil es über Nacht kräftig geschneit hatte, kam nur die Hälfte aller Rennen zur Austragung. Am Sonntag ging fast nichts mehr: Der Slalom der Aktiven und etliche anderen Rennen fielen buchstäblich in den Tiefschnee. Letztlich mussten die Organisatoren aus den Skibezirken Schwarzwald und SZ Kornwestheim kapitulieren.

120 Starter stellten sich der Konkurrenz des Riesentorlaufs (männliche Jugend und Aktive), und die Besten aus Württemberg gaben sich ein Stelldichein. Die Frage war, ob es Altmeister Ulrich Heinfling (SC Heilbronn) nochmals schaffen würde, die stark nachdrängende junge Garde in Schach zu halten. Heinfling schaffte es. Der mittlerweile 40-Jährige, in Diensten des DSV als D-Kader-Trainer, musste zwar den Bayern Florian Holl (SC Peiting) bei diesen offenen Meisterschaften um 25 Hundertstelsekunden davon ziehen lassen, doch zum Schwäbischen Meister reichte es dem Routinier allemal.

Einmal mehr zeigte Philipp Hauff vom VfL Kirchheim seine Klasse, der im Gesamtranking hinter Heinfling (1.22,04 Minuten), Benjamin Sittel (SC Schnetzenhausen/1.20,84) und dem Neuenbürger Philipp Gassner (1.21,49), einem Shootingstar der Szene, Rang vier belegte. Im Jugendrennen wuchs der Vorsprung des in der Schweiz trainierenden 16-jährigen Jungtalents aus dem Nordschwarzwald nach zwei Läufen allerdings auf fünf Zehntelsekunden an. Für Philipp Hauff ging mit dem schwäbischen Jugend-Vizetitel eine überaus erfolgreiche Saison zu Ende.

Bei den Damen war Tanja Fischer (SC Onstmettingen) die Schnellste vor Manuela Schmohl (SC Unterensingen), die damit den Titel der schwäbischen Jugendmeisterin nach Unterensingen holte. In Hauff und Schmohl hat der Bezirk Mittlere Alb derzeit seine herausragenden Athleten. Das bedeutendste Resultat für Schmohl in dieser Saison war der vierte Slalom-Platz bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Christine Gerber vom TV Unterlenningen platzierte sich mit dem 18. Gesamtplatz im Mittelfeld, wurde aufgrund der schwach besetzten Klasse jedoch Damen-Dritte hinter Fischer und Svenja Hujara (SC Neuenbürg).

Im Slalom-Wettebwerb der Schüler gab es für den Skibezirk Mittlere Alb zahlreiche Mittelfeld-Plätze. Die besten Platzierungen erreichten ­Bianca Kühn (SAG Göppingen/Achte bei den Schülerinnen 12) und Jonas Kleinmann (SC Gmünd/Neunter in der Schülerklasse 14).

Die Saison 2008 verlief für den Ski-Bezirk zufriedenstellend, wenngleich schwäbische und baden-württembergische Titel ausnahmslos die Jugend holte. „Im Schülerbereich“, so Bezirksvorsitzende Martin Moll, „haben wir es nicht geschafft, unsere Talente über die vor zwei Jahren installierten Stützpunkte weiter nach oben und in SSV- oder DSV-Kader zu bringen.“ Potenzial dazu ist freilich vorhanden.

Durch bezirksübergreifende Trainingsmaßnahmen und Vereins-Kooperationen soll in naher Zukunft verstärkt Talentförderung betrieben werden. mm