Lokalsport

Zwölf Dreier beerdigen SG

Es war die erwartet schwere Arbeit, aber auch der erwartete Sieg: Bei der SG Mannheim gewannen die Regionalliga-Basketballer des VfL 90:83 (46:36).

MANNHEIM "Das war ein hässlicher Sieg, aber zwei Punkte sind zwei Punkte." Das passende Wort zum Sonntagabend sprach diesmal Kai-Uwe Kranz, mit sechs erfolgreichen Dreiern diesmal der Schütze vom Dienst. Beim kurpfälzischen Aufsteiger SG Mannheim lag der VfL zwar ständig vorne, doch souverän oder gar glänzend war der Sieg am Ende nicht. Zu oft ließ die Truppe von Coach Theo Leftakis die Mannheimer nach starken Phasen wieder herankommen, zu wenig strahlte sie die Aura einer wirklichen Spitzenmannschaft aus.

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Die große Stärke des VfL diesmal: Die Dreier. Beim letzten Spiel noch mit vier von 24 unterirdisch, flutschten diesmal die Würfe aus dem Drei-Punkte-Land in schöner Regelmäßigkeit durch die Reuse. Zwölf Dreier in den ersten 25 Minuten, und das bei einer Trefferquote von fast 50 Prozent (12:25), das war schon überragend. Doch nach diesem Einschlag von Jorgo Tsouknidis zum 62:49 war es vorbei mit der Herrlichkeit, der Rest musste schwer erarbeitet werden.

Doch von vorn: Nach einer sehr gehemmten Anfangsphase (13:15, 8. Minute) begann die Punkteproduktion beim VfL. In den folgenden zwölf Minuten gelangen 33 Zähler zum 46:36-Halbzeitstand, wobei die letzten drei bemerkenswert waren: Kai-Uwe Kranz zog mit der Schlusssirene vier Meter vor der Mittellinie ab, der Ball prallte ans Brett, drehte eine Ehrenrunde auf dem Ring und tropfte durchs Netz.

Nach der Pause übernahm Nenad Lukic die Rolle des Scharfschützen. Zwei Dreier, ein weiterer Treffer es stand 54:40 (22.). Doch dann geschah, was Leftakis nach dem Spiel so beschrieb: "Jedesmal, wenn wir das Spiel hätten entscheiden können, wollte jeder seine eigenen Brötchen backen." Auf dem Spielfeld sah das so aus: Mannheim holte zunächst auf 54:45 auf. Der VfL zog dann auf 62:49 (25.) davon, postwendend kam es zum 63:57 diesmal vor allem wegen schlechter Defensiv-Arbeit. Beim 70:62 (29.) sah es gut aus, eine Minute später hofften die 100 Zuschauer (darunter 20 Schlachtenbummler aus Kirchheim) beim 70:68 wieder auf die Überraschung.

Und noch einmal: Der VfL erhöhte auf 82:73 (36.), die SG verkürzte auf 82:79 (38.). Doch jetzt wurde die Zeit knapp, und weil Ross Jorgusen am vielleicht schlechtesten Tag seiner Karriere von der Freiwurflinie (9:16) fünf von sechs traf, war das Spiel mit dem 89:79 entschieden. Wichtiger aber als die wieder gefundene Sicherheit des wichtigsten VfL-Akteurs: Die Defensive. In den letzten zwei Minuten wurde die SG gestoppt, bekam keine einfachen Würfe mehr, hielt dem Druck der VfL-Abwehr einfach nicht stand. Nach dem letzten Spiel ohne den gesperrten James Hayden freut sich der VfL jetzt auf das Spitzenspiel gegen den SSC Karlsruhe am kommenden Samstag.

mad

VfL Kirchheim:

Bouwmeester (14), Bruck (3/1), Jorgusen (26/1), Kikic (2), Kranz (18/6), Lukic (15/3), Reiter, Stifel (9), Tsouknidis (3/1).SG Mannheim:

Moske, Kawa (4), Brose, Ososipe, Brehm (9), Ferrari (4), Stoll (10/1), Weisenburger, Steckbauer (11)), Komarek (32/2), Eichelsheimer (6/1), Hollenkamp (7/1).Dreier:

12 (VfL), 5 (SG).Viertel (SG VfL):

19:21, 17:25, 32:24, 15:20.Schiedsrichter:

May und Saleh machten insgesamt einen guten Job.