Lokalsport

Zwölf Punkte Vorsprung reichen nicht

Last-Minute-Niederlage für die Kirchheimer Zweitligabasketballer: Beim USC Freiburg verloren die Knights quasi mit der Schlusssirene 86:88 (52:50). Knackpunkt war ein rabenschwarzes drittes Drittel, als der VfL einen Zwölf-Punkte-Vorsprung aus der Hand gab.

THOMAS AUERBACH

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FREIBURG Es waren wichtige Punkte, um die es im Breisgau ging. Um so ärgerlicher das enttäuschende Ergebnis. Dabei hätten die Kirchheimer Korbjäger die Partie schon im zweiten Viertel vorentscheiden können. Die Knights waren gut gestartet, konnten sich vier Minuten vor der Halbzeitpause deutlich mit 44:32 absetzen. Vor allem Tim Burnette, Paul Howard und Andre Bynum hatten bis dahin gut gepunktet. Die Verteidigung hatte die Freiburger weitestgehend im Griff mit einer Ausnahme: Sean Hampton notierte bereits zur Halbzeit 17 Punkte auf seinem Konto und fand immer wieder den Weg zum Kirchheimer Korb. Kirchheim agierte nachlässig, vergab einfache Punkte und Freiburg kam bis zur Halbzeitpause auf 50:52 heran.

Zum Ende des dritten Viertel kam es dann richtig dicke. Vor allem Hampton punktete für Freiburg nahezu nach Belieben und stockte sein Korbkonto um 13 Punkte auf. Auf Kirchheimer Seite funktionieren die Systeme oftmals nicht. Freiburg ging vier Minuten vor Viertelende erstmals in Führung und dominierte fortan diesen Spielabschnitt: 23:12 ging das Viertel an die Breisgauer.

Anfang des vierten Viertel lag der USC dann sogar 16 Punkte in Front das Spiel schien gelaufen. Aber die Knights kamen wieder. Kai-Uwe Kranz platzierte den initialen Dreierwurf, Bill Goehrke legte nach. Es schien noch etwas zu gehen. Freiburg produzierte Fehler und Kirchheims Andre Bynum und Tim Burnette trafen auch aus der Dreier-Distanz. Innerhalb von fünf Minuten schaffte der VfL bis zwei Minuten vor Schluss wieder den Anschluss zum 84:84. Die Partie war wieder offen.

21 Sekunden vor Ende lag Freiburg zwei Punkte vorne. Kirchheim konnte die Zeit herunter spielen. Neun Sekunden vor Ende zog Tim Burnett zum Korb Ausgleich. Neun Sekunden blieben Freiburg nun noch Zeit. Christoph Roquette nutzte die bis zum letzten Wimpernschlag aus: sein entscheidender Matchpunkt fiel in der letzten Sekunde.

Die einen sprachen nach dem Spiel von Pech, andere meinten, die Zeit beim entscheidenden letzten Treffer sei bereits abgelaufen gewesen und bemühten die Schiedsrichter. Die Analyse von Coach Pat fiel dagegen nüchterner aus. "Wir hatten das Spiel im zweiten Viertel im Griff. Mit einer konzentrierten Leistung wären die Freiburger schon lange vor der letzten Minute zu schlagen gewesen. Heute haben sich zu viele Leichtsinnsfehler eingeschlichen, für die wir zum Schluss den Preis bezahlt haben."

Gut für Kirchheim, dass zur gleichen Zeit Tabellennachbar Rastatt in Lich verlor. So bleibt der Kampf um den Klassenerhalt weiter spannend.

Spielstatistik

VfL Kirchheim Knights:

Kranz, (6 Punkte/2 Dreier, 2:6 Dreier, 16:36 Min.), Bynum (20 Punkte/3 Dreier; 7:12 Würfe; 3:5 Dreier; 3:4 Freiwürfe; 28:02 Min.), Burnette (27 Punkte/5 Dreier, 9:18 Würfe, 5:12 Dreier, 4:6 Freiwürfe, 33:37 Min.), Karamatskos (10 Punkte/1 Dreier, 3:7 Würfe, 1:2 Dreier, 3:4 Freiwürfe, 4 Rebounds, 27:41 Min.), Christ (4 Punkte, 2:2 Würfe, 16:14 Min.), Goehrke (3 Punkte, 1:4 Würfe, 8 Rebounds, 17:58 Min.), Howard (10 Punkte, 4:4 Freiwürfe, 14:39 Min.), Sivorotka (0 Punkte, 8:11 Min.), Klemm (4 Punkte, 2:6 Würfe, 4 Rebounds, 18:51 Min.), Zyskunov (2 Punkte, 1:2 Würfe, 3 Rebounds, 18:11 Min.), Joe Hountondji (n.e.).USC Freiburg:

Ramphort (10 Punkte/1 Dreier), Hampton (32/2), Grey (12), Parker (0), Lingos (4), Menck (2), Roquette (9), Bloch (10), Johnson (9/1 Dreier), Wendt (n.e.).Viertelergebnisse:

24:28, 26:24, 23:12, 15:22Würfe:

30:62/48% (VfL), 30:63/47% Freiburg.Dreier:

11:26 (VfL), 4:11 Freiburg.Freiwürfe:

15:23 (VfL), 24:33 Freiburg.Rebounds:

29:42.Ballverluste:

18:21.Assists:

14:13.Ballgewinne:

8:11.Fouls:

24:23.Schiedsrichter:

Frank Bleicher (Stuttgart) und Andreas Kohl (Bad Kreuznach).Zuschauer:

600.