Teckbotenpokal

Hitze, Helfer, Hackentrick

Turniersplitter Die 56. Auflage des Teckbotenpokals bot auf und neben den Plätzen Stoff für unzählige Anekdoten.

TB-Pokal 2018 , Teckboten Pokal, Teckbotenpokal, Fußball, Fußballturnier
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Tolle Bilanz: Nach acht Tagen Teckbotenpokal ziehen die Weilheimer Verantwortlichen ein durchweg positives Fazit - kein Wunder, strömten doch insgesamt 11 628 Zuschauer aufs Turniergelände. „Einfach top“, freute sich Turnier-Finanzchef Manfred Herrmann.

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Unwetter Fehlanzeige: Der Andrang auf dem Turniergelände war freilich auch dem durchgehenden Kaiserwetter geschuldet, anders als bei den Turnieren 2006 und 2014 blieben die Weilheimer heuer von Regen, Sturm oder Hagel verschont. „Petrus ist halt ein Weilheimer“, hatte Wirtschaftsbetriebsorganisator Pit Bauer bereits unter der Woche gemutmaßt.

Rege Hilfe hatten die TSVW-Fußballer übrigens nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch aus anderen Abteilungen und Vereinen. So schob beispielsweise nicht nur die AH-Truppe der Weilheimer Handballer Dienst am Bierwagen, auch die Volleyballmädels des TSV Schlierbach packten mit an - kaum zufällig: Die beiden Töchter von Pit Bauer, Lena und Lisann, baggern in der Bergreute.

Not-OP statt Tresendienst: Schlierbachs Kapitän Nicolo Incorvaia hat den Turnierverlauf seit Mittwoch vom Krankenbett aus verfolgen müssen - der langjährige Weilheimer Kicker wollte aus Verbundenheit zu seinem Ex-Klub eigentlich einen Arbeitsdienst im Festzelt übernehmen, musste wegen akuter Blinddarmentzündung jedoch passen. Am heutigen Montag soll Incorvia wieder entlassen werden.

Immer noch offen sind die Austragungsorte des Turniers ab dem Jahr 2021: Nach Neidlingen (2019) und Ötlingen (2020) klafft eine Lücke im Teckbotenpokal-Kalender. Interessierte Vereine können sich jederzeit in der Sportredaktion des Teckboten melden.

Emsig die Werbetrommel gerührt hat unter der Woche Holger Wahl - der Vertriebsleiter der Firma Regela pries die mobilen Anzeigetafeln des Betriebs aus Laichingen an, die den Zuschauern auf beiden Plätzen stets den Zwischenstand und die aktuelle Spielzeit verrieten. „Wir haben schon Anfragen für den Afrika-Cup kommendes Jahr in Kamerun“, freute sich Wahl. Einzig beim 11:0-Sieg des TSV Deizisau gegen Jesingen mussten die auf einstellige Ergebnisse geeichten Geräte passen.

Rasender Reporter? Von wegen: Nach getaner Arbeit mit dem Redaktions-Golf in eine Polizeikontrolle zu geraten, ist in der eigenen 18-jährigen Teckbotenpokal-Geschichte auch noch nicht vorgekommen. Wie es sich gehört, wurde die Frage, ob man Alkohol getrunken habe, wahrheitsgemäß beantwortet: „Das ist wie bei Ihnen, Herr Wachtmeister: Im Dienst nie.“

Szenenapplaus für den Kult-Knipser: Mit dem Arbeitsgerät auf der Tartanbahn zu Gange, erntete Teckboten-Fotograf Jörg Bächle das klatschend-johlende Wohlwollen der voll besetzten Zuschauerränge, als er einen Ball per Hacke elegant aufs Spielfeld zurückkickte. Der glühende VfB-Fan kann’s eben nicht nur am Auslöser . . .

Paukenschlag am Spielfeldrand: Obwohl sang- und klanglos in der Vorrunde ausgeschieden, konnten sich die Kicker der SG Ohmden/Holzmaden über rege Anfeuerung freuen: Fans des „Club 49“ sorgten mit Trommeln für lautstarken Support der Saurier.

Leckbotenpokal statt Teckbotenpokal - die Autokorrektur am Redaktions-PC konnte beim täglichen Schreibdienst mit dem traditionellen Vorbereitungsturnier offenbar nichts anfangen und schlug darum kurzerhand diese kuriose Alternative vor.

Immer da: Einen Marathonjob absolvierten Jürgen Schopp, Sponsor des TSV Weilheim, Kurt Knayer und Günter Sigel. Die drei saßen acht Tage lang zwischen vier und sieben Stunden lang am Eingang und kassierten die Eintrittsgelder. „Ohne treue Helfer wie sie wäre so ein Turnier nicht möglich“, lobte Orgachef Günther Friess.

Terminstress beim Vorjahressieger: Der Turniergewinner von 2017 und diesjährige Dritte, TSV Deizisau, wird bei der 57. Auflage des Teckbotenpokals im kommenden Jahr in Neidlingen fehlen: „Schade, aber wir feiern in dem Zeitraum das 100-jährige Bestehen unserer Abteilung“, so TSV-Funktionär Alex Iglhaut, „aber wir kommen 2020 gerne nach Ötlingen.“

Training im Wald statt im Lindachstadion: Wegen des Turniers mussten die Leichtathleten der LG Teck während des Turniers ihre Übungseinheiten verlegen. „Wir haben Tempo-Einheiten auf dem Trimm-dich-Pfad in Nabern gemacht“, berichtete Vereins-Boss Martin Moll, der mit seiner Truppe ebenfalls Arbeitsdienste schob.

Ermäßigten Eintritt gab es an den beiden Tagen, an denen Turnierrückzieher AC Catania hätten spielen sollen, übrigens nicht - zum Erstaunen mancher an der Kasse: „Wie, fünf Euro? Heute sind doch nur vier statt fünf Spiele“, wunderte sich ein Turnierbesucher am Dienstag.

Reußenstein calling: Kommendes Jahr macht der Teckbotenpokal-Tross Station beim TV Neidlingen. Vom 28. Juli bis 4. August wird die Kirschblütengemeinde Heimstätte der 57. Auflage des Turniers sein. „Wir wollen wieder klassisch mit Achtel- und Viertelfinals spielen“, verriet TVN-Mitorganisator Marlon Lamour am Rande in Weilheim schon mal.