TSV Weilheim

Frühes Gegentor war der Knackpunkt

Fußball Der TSV Weilheim hat sich gestern Abend nach einem knappen 0:1 gegen den Oberligisten SGV Freiberg in der zweiten Runde aus dem WFV-Pokal verabschiedet. Von Reimund Elbe

Sie sind draußen, aber der Abschied aus dem WFV-Pokal erfolgte gestern Abend mit einer ansprechenden Leistung. Das 0:1-Pokal-Aus des Landesligisten TSV Weilheim in der zweiten Runde des Wettbewerbs gegen den zwei Spielklassen höher kickenden SGV Freiberg ließ sich - bei traumhaftem Fußballwetter mit Temperaturen um 22 Grad - wegen der ordentlichen Vorstellung der Gastgeber etwas leichter verkraften.

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Dabei regierten durchaus die Emotionen. 60 Minuten waren gespielt, als Freibergs Co-Trainer Christian Werner am Spielfeldrand zu einer sehenswerten Kung-Fu-Einlage ansetzte. Die verwaiste Trainerbank war Ziel der Blitz-Attacke, welche auch prompt umfiel. Keine zwei Minuten später kippte SGV-Chefcoach Ramon Gehrmann den restlichen Inhalt einer Wasserflasche mit saurem Gesichtsausdruck auf den Rasen des Lindachstadions.

Grund für den nicht vorhandenen Freiberger Frohsinn war die Offensivleistung des Oberligisten, der sich gegen taktisch klug agierende Weilheimer (in der Defensive mit einer Fünferkette) schwerer tat als gedacht. Lediglich 1:0 stand es zu diesem Zeitpunkt für die mit ehemaligen Regionalliga- und Drittligakteuren gespickte Gästemannschaft. Den Treffer erzielte Hakan Kutlu nach 14. Minuten per Flachschuss aus seitlicher Position ins lange Eck. Es sollte für die Freiberger trotz deutlichem Chancenplus (inklusive zwei Pfostentreffern) das einzige Tor an diesem Abend bleiben.

Kein Wunder, dass Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt nach der 0:1-Niederlage nicht wie ein Verlierer dreinschaute. „Mir hat sehr gefallen, was unsere Mannschaft gegen diesen starken Gegner gezeigt hat“, betonte der Coach. TSVW-Kapitän Mike Tausch benutzte den Konjunktiv: „Schade, dass wir so früh das 0:1 bekommen haben, vielleicht wäre dann noch etwas mehr drin gewesen.“ Zumal die Weilheimer in der letzten Spielminute noch eine Topchance durch den starken Neuzugang Ketsemenidis hatten. Bei den Freibergern behielt Ex-VfL-Jugendtorwart Pascal Nagel im Gewühl die Nerven, hielt den Ball in höchster Not sicher.

Eine Szene, die auch Freibergs Trainer Gehrmann nach dem Schlusspfiff wieder freundlicher stimmte. „Wir haben gewusst, dass die Weilheimer gefährlich sind“, sagte der Coach, „mit der Chancenverwertung bin ich zwar nicht zufrieden, aber der Spielaufbau hat mir schon gut gefallen.“