TSV Weilheim

Weilheimer Niederlage nach fragwürdigem Gegentreffer

Landesliga Beim 0:1 des TSVW in Heiningen entzünden sich Diskussionen um das Tor des Tages für die Gastgeber, da diesem eine Verletzung vorausgegangen war.

Überflügelt: Heiningens Pietro Maglio springt höher als Weilheims Anastasios Ketsemenidis. Foto: Cornelius Nickisch
Überflügelt: Heiningens Pietro Maglio springt höher als Weilheims Anastasios Ketsemenidis. Foto: Cornelius Nickisch

Im Verfolgerduell der Fußball-Landesliga hat der TSV Weilheim eine 0:1-Niederlage beim 1. FC Heiningen kassiert - beim Titelanwärter wäre für die Limburgstädter bei besserer Chancenverwertung durchaus mehr drin gewesen.

Anzeige

Die erste Gelegenheit in einem trotz des Dauerregens recht flotten Spiel hatten allerdings die Gastgeber. Nach einer gut getimten Flanke von Benjamin Kern kam der ehemalige Weilheimer Andre Kriks völlig frei zum Kopfball. Doch mit einer Glanzparade konnte der Weilheimer Keeper Jonas Schmidt das Leder gerade noch über die Querlatte lenken (4.). Auch die Elf von Trainer Christopher Eisenhardt hatte in der Anfangsphase eine gute Möglichkeit durch Mike Tausch. Doch dessen Schussversuch aus aussichtsreicher Position ging einen Meter über das Heininger Tor (8.).

In der Folgezeit waren die Limburgstädter das bessere Team und hatten, nachdem Anastasios Ketsemenidis im Strafraum unsanft von den Beinen geholt worden war, die große Chance, per Foulelfmeter in Führung zu gehen. Lennart Zaglauer zeigte allerdings Nerven und setzte das Leder zum Entsetzen der Weilheimer Fans an die Querlatte (15.).

Danach verpassten es die Gäste bei teilweise gut vorgetragenen Angriffen, schneller den Abschluss zu suchen und verzettelten sich meist im Heininger Strafraum. So gab es bis zum Seitenwechsel keine nennenswerte Torchance mehr für den TSVW. Auch die Gastgeber, die kurz vor der Pause wieder etwas besser ins Spiel gefunden hatten, konnten sich keine Möglichkeit mehr erspielen.

In der zweiten Hälfte wurden die Heininger stärker und setzten die Weilheimer mehr unter Druck - mit Erfolg. Nach sehenswerter Vorarbeit von Andre Kriks war Dominik Mader mit dem Kopf zur Stelle und erzielte die zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhafte 1:0-Führung (57.). Über den Treffer herrschte hinterher Diskussionsbedarf, denn kurz zuvor war Yücel Uluköyli verletzt an der Mittellinie gelegen, und die Weilheimer Verantwortlichen forderten von den Heiningern, den Ball ins Seitenaus zu spielen - vergebens. „Manche Spieler beim FC Heiningen kennen kein Fair Play“, ärgerte sich Weilheims Trainer Chris Eisenhardt, „trotzdem haben wir uns bei diesem Gegentor nicht gut angestellt.“

Nur wenige Minuten später hätte Andre Kriks für die Entscheidung sorgen können, doch der 26-Jährige traf nur den Innenpfosten (61.). In der Schlussphase versuchten die Gäste noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzielen, aber es gab nur noch eine Tormöglichkeit durch Anastasios Ketsemenidis. Doch dieser schoss den Ball an der Sechzehnmeterlinie drei Meter über das Tor (78.).

„Wir haben nicht unverdient gewonnen, weil wir mehr Torchancen hatten“, meinte Heiningens Trainer Denis Egger. Der Weilheimer Übungsleiter sah eine Begegnung auf Augenhöhe: „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Eisenhardt trotz der Niederlage.me