TSV Weilheim

Zum Auftakt gleich ein dickes Brett

Fußball Landesligist TSV Weilheim bekommt es beim Saisonauftakt am Sonntag mit dem starken Aufsteiger NAFI Stuttgart zu tun. Forzano fehlt zum Start im Angriff. Von Klaus Schlütter

Aufwärmen für den Titelkampf: Am Sonntag wird es ernst für die Landesliga-Fußballer des TSV Weilheim.Foto: Markus Brändli
Aufwärmen für den Titelkampf: Am Sonntag wird es ernst für die Landesliga-Fußballer des TSV Weilheim.Foto: Markus Brändli

Der Countdown läuft. Nur noch zwei Tage, dann starten die Fußballer des TSV Weilheim als ranghöchste Mannschaft in der Teckregion auf dem Sportgelände Waldblick im Stuttgarter Norden gegen Aufsteiger NAFI Stuttgart in die Landesligasaison (15 Uhr). Die eigenen Erwartungen sind groß. Die Vorschusslorbeeren, die die Konkurrenz verteilt, ebenfalls. Weilheim wird von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt. Das macht die Sache nicht einfacher. Doch TSV-Trainer Chris Eisenhardt lässt sich nicht aus dem Konzept bringen. „Trotz einer gewissen Anspannung gehen wir mit Zuversicht und Vorfreude in die Saison“, betont er.

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Dabei hat der Terminplaner dem TSV mit Neuling NAFI Stuttgart gleich ein dickes Brett vor die Nase gesetzt, das es zu bohren gilt. NAFI ist abgeleitet vom Vornamen des Sponsors Nafis Bakirci, steht jedoch als „Neuer Amateur Fußballverein International“ im Vereinsregister. Die Bezeichnung „International“ kann man getrost unterstreichen, besteht der Kader doch fast nur aus Ausländern. Besonders stark vertreten sind Spieler aus der Türkei und aus Kroatien. Trainer Damit Bosjak ist wichtig, zu betonen: „Wir sind keine Söldnertruppe.“

Der Kern der Mannschaft kommt vom Futsal, war 2014 sogar deutscher Meister. Das Engagement im Hallenfußball wurde inzwischen bis auf Bezirksebene zurückgefahren. Dennoch versuchen die routinierten Techniker (Durchschnittsalter 28,1 Jahre), auch auf dem großen Platz die Gegner mit kurzen, schnellen Pässen schwindelig zu spielen.

Das bekam zuletzt Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen in der zweiten Runde des WFV-Pokals zu spüren. NAFI gewann gegen die Klassenhöheren überraschend mit 4:2. Die Weilheimer Spione waren beeindruckt. Eisenhardt: „Wir werden diesen spielstarken Gegner keinesfalls unterschätzen. Wir müssen Geduld haben und kühlen Kopf bewahren.“

Der Trainer hat in der Vorbereitung besonderen Wert auf die Abwehrarbeit gelegt, „weil wir in der vergangenen Saison zu viele Gegentore kassiert haben“. Offenbar mit Erfolg. In den letzten zehn Spielen vor dem Saisonstart (Testspiele, Teckbotenpokal, WFV-Pokal) hat der TSV nur drei Gegentore zugelassen, im Gegenzug bei neun Siegen und nur einer Niederlage (0:1 im Pokal gegen Freiberg) 35 Treffer erzielt.

Der erste Landesliga-Spieltag hat noch einige andere reizvolle Partien zu bieten. Im Frickenhausener Stadion empfängt der Aufsteiger den vorjährigen Vizemeister 1. FC Heiningen, der einen großen personellen Umbruch hinter sich hat. Zwölf Spieler gingen, elf kamen. Einer dieser neuen Hoffnungsträger, Tobias Rössler, steht wegen eines Wadenbeinbruchs nicht zur Verfügung.

„Wir wollen in die Top Fünf mit Kontakt zur Spitze“, ist hingegen das erklärte Ziel des SV Ebersbach. In stärkster Besetzung will die Elf von der Strut gegen Hofherrnweiler, die mit 22,1 Jahren jüngste Landesliga-Mannschaft, ihren Worten Taten folgen lassen. Beim TSV Köngen ist im Heimspiel gegen Weilimdorf die Frage, wie er seine kürzliche Pokalschlappe gegen Weilheim (0:4) verkraftet und 14 neue Spieler integriert hat.