VfL Kirchheim Knights

Der Dom bleibt in „Kölle“

Basketball Die Knights verlieren ein auf beiden Seiten schwaches aber lange Zeit völlig ausgeglichenes Spiel gegen die Kölner RheinStars mit 58:64. Von Bernd Köble

Einer, der gestern enttäuschte: Corban Collins blieb nach zuletzt starken Auftritten in Köln unter seinen Möglichkeiten. Foto: T
Einer, der gestern enttäuschte: Corban Collins blieb nach zuletzt starken Auftritten in Köln unter seinen Möglichkeiten. Foto: Tanja Spindler

Die Halle ist erstklassig, das Spiel war es nicht. Nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung haben Kirchheims Zweitliga-Basketballer gestern Abend in der Kölner Lanxess-Arena ihre fünfte Saisonniederlage in der Pro A verbuchen müssen. Die Kölner dagegen feierten zuhause nach einem kurzen Zwischenspurt im Schlussviertel ihren dritten Sieg in Folge. Die Frage, die sich Mannschaft und Fans in der Domstadt nach Spielende stellten: Wie man die 36 Liter Kölsch, die eine Brauerei für ein Dutzend erfolgreicher Distanzwürfe ausgesetzt hatte, am gerechtesten unters Volk bringen könnte. Wie auch immer: Die Gastgeber hatten sich zumindest in diesem Punkt am Abend jeden Schluck verdient. Neun von neunzehn Würfen, eine Dreierquote von 47 Prozent - das war die beeindruckende Bilanz der Rhein­Stars bereits zur Halbzeitpause. Allen voran Matt Vest, der am Ende mit vier Dreiern und 16 Punkten Topscorer des Abends war.

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Dass es es ein Spiel blieb, das bis zur Schlussphase völlig ausgeglichen war, lag vor allem in der ersten Halbzeit an der Kirchheimer Überlegenheit unterm Korb. Obwohl Keith Ramsey, der für die Kölner vergangene Woche gegen Trier eine überragende Vorstellung bot, mit elf Punkten und zwölf Rebounds erneut ein Double-Double auflegte, war Kirchheims Kapitän Andreas Kronhardt nach überstandener Erkältung der körperlich präsentere. Vor der Pause verschenkten die Kirchheimer jedoch leichtfertig eine mögliche Führung. Stattdessen traf Maximilian DiLeo mit der Schlusssirene zum 36:32.

In der zweiten Hälfte gewann das Spiel wenig an Attraktivität, blieb aber weiter spannend. Vor allem deshalb, weil sich beide Seiten eine hohe Fehlerquote leisteten. Kirchheim mit einer 50-prozentigen Freiwurfquote und 15 Fehlwürfen aus der Distanz, die Rheinländer im dritten Viertel mit einer ganzen Serie leichtfertiger Ballverluste. Knights-Spielmacher Charles Barton, der schon zu Beginn des zweiten Viertels sein drittes Foul kassierte, hielt die Kirchheimer im Spiel. Sein Dreier zum 43:42 knapp drei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs bedeutete die erste Kirchheimer Führung nach der Pause. Kronhardt sorgte per Freiwurf und danach mit einem Korbleger schließlich für das 48:46 vor Beginn des Schlussviertels.

Dort setzte sich die schwache Vorstellung fort. Köln weiterhin mit Problemen unterm Korb aber mit dem größeren Wurfglück. Kirchheim mit einer hohen Fehlerquote vor allem von der Freiwurflinie. Ein Fastbreak durch Matt Vest nach Fehlpass von Barton und Besnik Bekteshis Treffer aus der Halbdistanz führten zum 60:54 für die Gastgeber. Als Koch und McCray drei weitere Versuche von der Linie an den Ring setzten, war das Spiel entschieden. Die Knights erleiden den nächsten Rückschlag und bleiben die Spezialisten für Low Scoring Games.