Kollektiv II

Goldschmiedekunst in vierter Generation im Herzen Kirchheims

In den 125 Jahren Firmengeschichte beweist nun schon die vierte Generation bei Juwelier Baur mit Sitz in der Marktstraße 34 eine überaus glückliche Hand. Foto: Jörg Bächle

TB. In den 125 Jahren Firmengeschichte beweist nun schon die vierte Generation bei Juwelier Baur mit Sitz in der Marktstraße 34 eine überaus glückliche Hand. „Brillanten präsentieren ein glanzvolles Ereignis, aber auch Dauer und Beständigkeit. Trau- und Verlobungsringe sind Symbol der Unendlichkeit. Schmuck kann man auch als Investition in die Zukunft verstehen“, erklärt Manuel Baur, der keinen Zweifel daran lässt, keineswegs nur der Familientradition zuliebe in die Fußstapfen der Großeltern und Urgroßeltern getreten zu sein. Kreativ sein und in der eigenen Werkstatt etwas entwerfen zu können, erfüllt den Goldschmiedemeister mit Freude. Daran hat sich über vier Generationen nichts geändert.

Der weiteste Weg lohnt sich

Vom klassischen bis hin zum extravaganten Hochzeitsring: Auch heute gelte noch der Leitspruch „Ehe von Dauer mit Ringen von Baur. Und die können bei uns angefertigt werden. Ganz nach den Wünschen unserer Kunden“, erklärt Manuel Baur. Auch die eigene Handschrift könne in die Trauringe eingraviert werden.

Firmengründung in Kirchheim

Vom Remstal nach Schwäbisch Gmünd, dann in die Goldstadt Pforzheim führte der Weg des Urgroßvaters und Firmengründers Eugen Baur in den 1890er-Jahren schlussendlich nach Kirchheim. Der 1871 Geborene hatte in jungen Jahren schon viel gesehen und erlebt, bevor er schließlich den Grundstein für das Familienunternehmen in Kirchheim legte, aber nicht ganz freiwillig. Dass Arbeit nur das halbe Leben sein kann, dürfte Sophie Tritschler dem Goldschmied klargemacht haben. Die Tochter eines Kirchheimer Unternehmers wurde 1897 Frau Baur und hatte es knappe zwei Jahre später geschafft, dass ab 1899 in der Kirchheimer Paulinenstraße 2 Werkstatt und Verkaufsräume eingerichtet wurden. 1902 wurde die Chance genutzt, das Gebäude in der Marktstraße 34 zu erwerben, bedeutete dies doch die für einen Juwelier noch günstigere Lage im Herzen der Stadt. Das neue Domizil durfte somit seiner alten Tradition treu bleiben – es beherbergte schon seit 1844 eine Gold- und Silberschmiedewerkstatt und ist heute im 125. Jahr der Firmengründung „up to date“, wie man heute zu sagen pflegt.

„Wir sind spezialisiert für Anfertigungen und Umarbeitungen. Wenn beispielsweise der geerbte Ring nicht an den Ringfinger passt, dann können wir das gute Stück in der Größe anpassen oder auch das Design verändern. Auch defekten Schmuck, wie zum Beispiel eine gerissene Goldkette, können wir reparieren oder Ringe in der Größe verändern und anpassen“, erklärt ­Manuel Baur. Auch der 20 Jahre getragene Ehering wird bei Juwelier Baur aufgearbeitet und erstrahlt im neuen Glanz. Zum Service gehört auch der Batterie­wechsel oder ein neues Lederband für die Lieblingsuhr, so wie man es im Hause von Anfang an gewöhnt ist.

Das 20. Jahrhundert

Krieg und Inflation zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachten schwierige Zeiten, aber auch sie wurden gemeistert und konnten den 1910 geborenen und nach dem Firmengründer benannten Sohn Eugen nicht davon abhalten, ebenfalls den Beruf des Goldschmieds zu erlernen. Als Eugen Baur jun. nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft 1946 den elterlichen Betrieb mit Ehefrau Kläre übernahm, stand er wie so viele Geschäftsleute vor einer schwierigen Zeit des Wiederaufbaus und einer wunderbaren Zeit des Wirtschaftswunders, der sich auch im Umbau des Ladenlokals niederschlug. Der gute Ruf des Hauses basierte einmal mehr auf bester Familientradition. In diese eingebunden war natürlich auch Hansjörg Baur als dritte Generation 1977 in den elterlichen Betrieb eingetreten.

Als Eugen Baur 1982 starb, durfte er sein Lebenswerk in guten Händen wissen. Hansjörg Baur übernahm nicht nur die Firma, sondern identifizierte sich auch mit der Familientradition, die er über viele Jahre mit seiner Ehefrau Eva Maria Baur weiterführte. Im Jahr 2016 gab er diese Tradition in die Hände seines Sohnes Manuel Baur weiter. Er führt das Geschäft in vierter ­Generation.

Individuelle Schmuckstücke aus Meisterhand

Schmuck weckt Emotionen, individueller Schmuck noch mehr. Dies kann man im Schaufenster von Juwelier Baur mit Schmuckstücken von Manufakturen aus Pforzheim und Radolfzell am Bodensee sehen. Ein besonderes Highlight ist für Manuel Baur die große Auswahl an Boulder-Opalen aus Australien und kolumbianischen Smaragden, die Juwelier Baur für seine Kunden zur Auswahl hat. Diese besonderen Steine können in der eigenen Goldschmiedewerkstatt in der Marktstraße 34 zu Ringen, Ohrsteckern oder Anhängern verarbeitet werden. Hier entstehen ganz individuell nach Kundenwünschen „Unikate made in Kirchheim“. Auch bei Verlobungsringen ist vom hochwertigen Farbstein bis zum großen Brillantring alles möglich.

Blick in die Zukunft

Dass es auch in Zukunft noch so sein wird, ist sich Manuel Baur sicher. Mit der Geburt seiner zwei Söhne ist der fünften Generation das Gespür für schöne Dinge schon in die Wiege gelegt. „Wir sind und bleiben ein Familienunternehmen. Das bedeutet, dass meine Eltern mich immer noch tatkräftig unterstützen und wir mit unserer Goldschmiedin Claudia Hinger-Lang ein super Team in unserem kleinen Unternehmen bilden“, resümiert Manuel Baur. „Zusammen zaubern wir für unsere Kundinnen und Kunden tolle Schmuckstücke und das bestimmt noch viele Jahre.“ Die neu gestalteten Räumlichkeiten bieten viel Platz und eine gemütliche Atmosphäre, damit sich die Kunden beim Einkauf wohlfühlen. „Auch unsere Trauring-Lounge bietet viel Inspiration und Anregungen, um sich bei einer individuellen Beratung seinen Traumring aussuchen zu können.“ Denn auch hier gelte das Motto: „Ehe von Dauer mit Ringen von Baur“.

Alle Infos unter www.juwelier-baur.de.

Ganz besondere Schmuckstücke werden auch in der ­Goldschmiede bei Juwelier Baur in Kirchheim hergestellt. Foto: Jörg Bächle
Foto: Jörg Bächle
Foto: Jörg Bächle
Foto: Jörg Bächle
Umbau im Jahr 1957. Foto: privat
Foto: privat
Foto: privat