Berufsausbildung

Gefürchtetes Auswahlverfahren

Was passiert beim Assessment-Center?

lps/Jv. Kaum ein Auswahlverfahren wird von den Berufsbewerbern mehr gefürchtet als das Assessment-Center. Das mehrtägige Verfahren ist zeitaufwendig und kostenintensiv. Deshalb kommt es hauptsächlich bei der Auswahl von Führungskräften und Nachwuchskräften wie zum Beispiel Trainees zur Anwendung. Mittels verschiedener Aufgaben bewerten die Mitarbeiter der Personalabteilung die fachlichen und sozialen Fähigkeiten der Bewerber in Gruppen von etwa sechs bis zwölf Personen. Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Selbstmanagement werden in einem Assessment-Center unter anderem geprüft. Dafür müssen die Kandidaten Rollenspiele, Interviews, Übungen oder Leistungs- und Persönlichkeitstests durchlaufen. Für die Unternehmen geht es darum, zu erfahren, welcher Bewerber zu einem bestmöglichen Ergebnis kommt. Es finden Gruppendiskussionen statt, in denen die Teilnehmer jeweils eine bestimmte Position zu einem vorgegebenen Thema argumentativ einnehmen sollen. Ferner sind Präsentationsaufgaben denkbar, bei denen die Bewerber innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens ein Thema anschaulich aufarbeiten müssen. Selbst in der gemeinsamen Mittagspause sollten sich die Teilnehmer darüber im Klaren sein, dass sie beim Smalltalk am Tisch beobachtet werden. Am besten ist es, sich im Vorhinein einige Gedanken zu machen, welche Gesprächsthemen man wählt und wie man sich insgesamt verhält. Ein solides Auftreten, gutes Selbstbewusstsein genauso wie eine kritische Selbstreflexion scheinen die optimale Mischung zu sein.