Göppingen. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Arbeitsagentur Göppingen lag im Dezember unverändert bei 3,6 Prozent. In Kirchheim stagnierte sie bei 3,5 Prozent. „Neben der guten wirtschaftlichen Lage hat auch der bislang ausgebliebene Wintereinbruch die Beschäftigungssituation positiv beeinflusst“, so Martin Scheel, Leiter der Göppinger Arbeitsagentur. Erfreulich sei, dass viele Unternehmen trotz Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin Kapazitäten aufbauten und nach Arbeitskräften fragten.
Von allen 14 519 Arbeitslosen im Agenturbezirk beziehen über die Hälfte, nämlich 8 884, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), auch Hartz IV genannt. Sie werden von den Mitarbeitern der Jobcenter betreut.
Beim Jobcenter des Landkreises Esslingen mit den Standorten Esslingen, Kirchheim, Leinfelden-Echterdingen und Nürtingen ist die Zahl jener Menschen, die von Hartz IV leben, im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent auf jetzt 6 003 Arbeitslose gesunken. Das waren 13,8 Prozent weniger als im Dezember 2010. Beim Jobcenter des Landkreises Göppingen mit den Standorten Geislingen und Göppingen waren 2 881 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Vormonat und 21,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Im Dezember waren 1 158 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, also 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Bei den Jugendlichen unter 20 Jahren waren im Dezember 212 Arbeitslose gemeldet; das waren 3,2 Prozent weniger als im Vormonat.
Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zum November um 36 oder 0,7 Prozent auf 4 990 Personen gesunken. Das sind 1 073 Persone oder 17,7 Prozent weniger als im Dezember 2010.
4 671 Menschen waren im Dezember seit mindestens einem Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet und galten damit als langzeitarbeitslos. Das waren 43 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Vormonat.
Die Anzahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen nahm von November auf Dezember um 1,9 Prozent auf 1 101 Personen zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 93 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet.
Die Zahl der offenen Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen: 7 356 ungeförderte Stellen – also freie Arbeitsplätze, die ohne Einbeziehung geförderter Stellen wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) oder Arbeitsgelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch II angeboten werden – wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcentern zur Besetzung gemeldet. Das waren 2,5 Prozent weniger als im Vormonat, und 37,8 Prozent mehr als im Vorjahr. „An dem Umfang der Stellenangebote sieht man, dass weiterhin ein hoher Bedarf an Fach- und Arbeitskräften vorhanden ist. Auch wenn es tendenziell eher schwieriger wird, den passend qualifizierten Bewerber zu finden, sehe ich bei den arbeitssuchenden und arbeitslosen Frauen und Migranten ein erhebliches Potenzial. Nicht zuletzt die zahlreichen älteren Arbeitslosen, die über Berufserfahrung und berufliche Qualifikationen verfügen, stellen ein nicht zu unterschätzendes Beschäftigungspotenzial dar“, so Martin Scheel.pm
