Kirchheim

Am Herd greift der Masterplan

Hobby Die Liebe zum Kochen hat Joe Sommerer aus Kirchheim zum Medienstar gemacht. Von Irene Strifler

Joe Sommerer - Koch - Kochrezept - Das Perfeketr Dinner - Immobilienunternehmer - Immobilienkanzlei
Foto: Jean-Luc Jacques

Immobilienunternehmer denken mehrgleisig und in die Zukunft. Das gilt auch für den Kirchheimer Makler und Projektentwickler Joe Sommerer. Er ist bestens organisiert, macht sich neueste Technik zunutze und sagt von sich: „Ich habe immer einen Masterplan im Sack.“ Das ist gut so. Denn der Masterplan ist nicht nur im Beruf von Nutzen, sondern auch bei Sommerers großer Leidenschaft, dem Kochen.

Freunde und Familie wissen die Fähigkeiten, die der 48-Jährige in der Küche beweist, längst zu schätzen. Seit diesem Jahr kennt ihn sogar die ganze Republik als „Hobbykoch aus Stuttgart“. Zwar ist er mit vollem Herzen Kirchheimer und kam im hiesigen Krankenhaus zur Welt. Doch im März hat Sommerer an der Stuttgarter Runde des TV-Formats „Das perfekte Dinner“ teilgenommen - und prompt gewonnen.

Alles lief perfekt, vom Ambiente im Haus mit High-Tech-Küche bis zur Blumendeko und den jeweiligen exquisiten Wässerchen, die die Gänge begleiteten. Doch dann, als die Kartoffelknödel im heißen Wasser einfach nicht in Form bleiben wollten, kam der Masterplan zum Einsatz und rettete das Menü: Der Hobbykoch platzierte die fludrigen Produkte kurzerhand auf seinem Tepanjaki - ein asisatisches Kochfeld - und kreierte aus der Not heraus eine neue Knödelart. Das Ergebnis wurde prompt einhellig über den grünen Klee gelobt.

Normalerweise ist Joe Sommerer keiner, der beim Kochen so leicht Schweißperlen auf der Stirn hat. Fast jedes Wochenende frönt er seinem Hobby, unter der Woche kocht eher seine Frau. „In Sandras Curry-Geschnetzeltes mit Reis könnte ich mich reinlegen“, schwärmt der Gatte.

In den Genuss seiner Kreationen kommen selten Wildfremde wie beim perfekten Dinner, sondern vor allem die Familie. „Alles, was mit Innereien zu tun oder noch einen Kopf hat, darf nicht auf den Teller“, kennt er die Vorlieben von Frau und Sohn: „Die streiken dann einfach.“ Anders im kochbegeisterten Freundeskreis. Hier wird reihum der Kochlöffel geschwungen, und dabei ist schon „ein gewisser Ehrgeiz“ zu spüren, wie der Medienstar der Runde einräumt. Er bleibt dennoch bodenständig: „Es muss nicht immer das Sterne-Menü sein.“ Ohnehin sei er meilenweit entfernt von der Perfektion eines Küchenchefs, betont der Immobilienmakler in schwäbischer Bescheidenheit. Hauptsache, es schmeckt. Was sich Sommerer wünscht: Liebe und Leidenschaft beim Kochen sowie Lachen und Reden beim Essen.

In diesem Geiste ist er auch aufgewachsen, stets als Zuschauer und Mitarbeiter in der elterlichen Küche in Oberlenningen dabei: „Alle Frauen in meinem Leben sind ausgezeichnete Köchinnen“, lobt er neben seiner Frau auch die Mama, die Schwester, die Schwiegermama und die Schwägerin. Und nicht zuletzt gibt es ja auch tolle Gastronomie in und um Kirchheim, weiß er aus Erfahrung.

Wer ein „Schlemmergöschle“ ist, muss in puncto Kalorien gegensteuern. So trifft man den Kochbegeisterten in der Freizeit schon mal am Albtrauf beim Mountainbiken oder am Bürgersee beim Joggen. Zudem gibt‘s in der Welt der Immobilien viel zu lesen, vor allem über digitales Wohnen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. - Der Masterplan ist Joe Sommerer schließlich nicht nur beim Kochen wichtig.

Zahlen rund ums Thema Kochen

40 Prozent der Deutschen kochen laut aktuellem Bundesernährungsreport täglich selbst, weitere 37 Prozent mehrmals in der Woche. Angeblich kocht nur jeder Zehnte nie. 71 Prozent gaben an, täglich Obst und Gemüse zu essen. Die Hitliste der Leibgerichte führen Braten, Schnitzel und Gulasch an. Auf Platz zwei folgen Teigwaren, etwa Spaghetti, Lasagne oder Spätzle.

74 Prozent der Deutschen geben laut Bundesernährungsreport an, gern zu kochen. Allerdings fehle ihnen dazu oft die Zeit. Bei denen, die täglich kochen, haben die Frauen mit 51 Prozent die Nase vorn, ebenso die älteren Menschen und solche, die in einer Partnerschaft leben. Die meisten Kochmuffel sind unter den Männern zu finden: 16 Prozent schwingen nie den Kochlöffel.

99 Prozent der Deutschen sagen, dass es beim Essen in erster Linie auf den Geschmack ankommt. 91 Prozent ist aber auch wichtig, dass sie gesund essen. Für 48 Prozent ist eine einfache Zubereitung wichtig.ist

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