Kirchheim

Drei Fragen an Elmar Müller

Politik und Party
Politik und Party

1 Was war das damals, Ende der 60er Jahre, politisch für eine Zeit?

Es war eine Zeit heftigster Auseinandersetzungen. Durch den Kirchheimer Rechtsanwalt Klaus Croissant war die Stadt indirekt am RAF-Geschehen beteiligt. Er war Verteidiger von Andreas Baader. Die NPD war im Kommen, 1972 hatten wir mit der hiesigen NPD-Organisation großen Ärger beim Aufhängen von Wahlplakaten. Und: die CDU in Bonn erlitt eine schlimme Wahlniederlage.

2 Sie sind in Wernau aufgewachsen. Wie sind Sie zur Jungen Union gekommen?

Friedrich Heinze war damals der Ortsvorsitzende. Mich haben sie zu seinem Nachfolger gewählt. 40 Mitglieder hatten wir damals. Kommunalpolitisch hat sich hier einiges getan.

3 Sie zogen 1975 als jüngster Stadtrat für die JU in den Gemeinderat ein. Was haben Sie bewirkt?

Zum Beispiel war es hauptsächlich das Verdienst der Jungen Union, hier das erste Jugendhaus durchzusetzen. Nach langem Kampf konnte es vom Vogthaus in die Linde umziehen. Ich war damals Vorsitzender des Stadtjugendrings. Wir waren froh, dass die CDU sich allmählich verjüngte und dass wir den alten „Stadtadel“ im Gemeinderat knacken konnten. aba

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