Kirchheim

Fünf Fragen an TV-Bösewicht Bernd Gnann

Bernd Gnann,Schauspieler
Bernd Gnann,Schauspieler

Gnann ist seit 1990 im Tatort und Filmen des SWR zu sehen. Der Unternehmer dämpft den Traum vom reichen Schauspieler.

Warum ist Schauspieler ein Traumberuf?

Weil er für viele ein Traum bleibt und sich schnell zum Horror entwickeln kann. In Deutschland haben wir 500 000 Schauspieler, aber nur 10 000 Stellen. Filmbranche und Sender haben die Auswahl und sitzen am längeren Hebel.

Sind Sie gern Bösewicht?

Nicht gerne, aber oft. Die böse Seite ist interessanter zu spielen, meist eine echte Herausforderung.

Liegen zwischen Kabarett und Krimi Welten?

Das sind komplett unterschiedliche Jobs, wie Fischer und Schreiner. Beim Kabarett ist alles live und spontan; beim Film bleibt jede Szene einmalig und perfekt.

Bleibt da Zeit für Familie und Hobby?

Zeit bleibt mir nur wenig für die Familie. Diese nutze ich aber umso intensiver. Hobbys habe ich quasi keine mehr, da ich diese alle zu meinem Beruf gemacht habe.

Können Sie noch normal leben?

In Karlsruhe kennen mich durchs Fernsehen 90 Prozent der Menschen; da wird es manchmal schwierig, sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten. Außerhalb kann ich aber nahezu unerkannt einkaufen oder spazieren gehen. Wäre ich in Hamburg unterwegs, hätte ich meine Ruhe, da erkennt mich keiner.Text und Foto: Thomas Krytzner

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