Kirchheim

Große Leidenschaft für kleine Züge

Jubiläum Der Modelleisenbahnclub Kirchheim feiert sein 40-jähriges Bestehen. Mit Ausdauer und Begeisterung arbeiten die Mitglieder an der clubeigenen Modelleisenbahnanlage in ihren Räumen beim Kirchheimer Bahnhof.

Heidi Rapp von der Stiftung Bahn-Sozialwerk ehrt Rainer Hübl (links) für 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Kassier und Loth
Heidi Rapp von der Stiftung Bahn-Sozialwerk ehrt Rainer Hübl (links) für 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Kassier und Lothar Wissler (rechts) für 40-jährige als Gruppenleiter.Fotos: privat

Im Jahr 1974 trafen sich sieben Modelleisenbahnfreunde, um einen Modelleisenbahnclub zu gründen. Die Clubräume sollten sich dabei im Nebengebäude des Bahnhofs Rechberghausen an der (heute längst stillgelegten) Bahnstrecke Göppingen – Schwäbisch Gmünd befinden. Nachdem die Kosten für die Renovierung der Clubräume das Budget des jungen Clubs zu sprengen drohten, suchte man nach einer neuen Bleibe.

Da der überwiegende Teil der Clubmitglieder bei der Deutschen Bundesbahn arbeitete, nahmen sie Kontakt mit dem „Bundesbahn-Sozialwerk“ (BSW), einer Dachorganisation für Freizeitaktivitäten von Bundesbahn-Mitarbeitern auf. Damit wurde der Club eine offizielle Freizeitgruppe des BSW.

So kam der Club auch an die neuen Clubräume im Erdgeschoss des Ötlinger Bahnhofs. Nach der Eröffnung des neuen Kirchheimer Bahnhofs wurde dieser von der DB nicht mehr benötigt. Der Umzug in diese neuen Räume und die Umbenennung in „Modelleisenbahnclub Kirchheim u. Teck“ markiert das Gründungsdatum des Modellbahnclubs.

In den Jahren 1976 bis 2000 war das Domizil dann im Bahnhof Ötlingen. Dort entstand eine rund 28  Quadratmeter große Modelleisenbahnanlage. Diese Gleichstrom-Anlage der Baugröße H0, bestand aus einer zweigleisigen Hauptstrecke („Hundeknochen“) mit abzweigender Nebenbahn, Betriebswerk und Zahnradbahn. Im Advent 1981 wurde die neue Anlage dann erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Laufe der Jahre wurde diese Anlage mehrfach modernisiert, wobei ab 1990 damit begonnen wurde, die Steuerung der Anlage von Relaistechnik auf Elektronik umzustellen.

Im Jahr 2000 verkaufte die Deutsche Bahn AG das Bahnhofsgebäude in Ötlingen. Dies bedeutete für den Modelleisenbahnclub Kirchheim einen Umzug in die neuen Räume im Untergeschoss des Nebengebäudes des Kirchheimer Bahnhofs. Unmittelbar nach einer Abschiedsausstellung Ende des Jahres 2000 wurde die Anlage demontiert.

In Kirchheim entstand und entsteht immer noch, eine rund 20  Quadratmeter große stationäre Modelleisenbahnanlage als zweigleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn und Zahnradbahn. Das neue Betriebswerk wurde in einen Rangierablauf integriert. Außerdem entstanden auf der Fläche eine S-Bahn-Strecke, eine Straßenbahn und eine Car-System-Strecke.

Die gesamte neue Anlage wird wiederum elektronisch, aber nicht digital, gesteuert, wobei Nebenbahn, Zahnradbahn, S-Bahn, Rangierbetrieb, Straßenbahn und Car-System vollautomatisch verkehren.

Von den Gründungsmitgliedern aus dem Jahr 1976 sind heute noch vier im Club aktiv.dü

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