Kirchheim

Kinder sind Leidtragende

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Sicherheit der Kinder - ob sie nun Schüler des LUG oder nur zu Gast auf dem Schulhof sind - steht ganz oben. Deshalb ist es nur richtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Vandalen draußen zu halten. Auch ein Tor, das nachts verschlossen wird, erscheint da legitim.

Das Schulgelände jedoch radikal nach Unterrichtsschluss abzuriegeln, mag zwar bequem sein, ist jedoch der falsche Weg. Denn damit hält die Stadt nicht nur die nächtlichen Randalemacher draußen. Leidtragende sind vor allem Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, die sich dort nachmittags zum Spielen und Kicken treffen wollen.

Ständig wird darüber lamentiert, dass der Nachwuchs zu viel Zeit mit Handys und Konsolen verbringt und sich zu wenig bewegt. Dass die - mit Attraktionen für Kinder und Jugendliche ohnehin nicht gerade gesegnete - Stadt Kirchheim ihnen auch noch vorhandene Bewegungsflächen entzogen hat, ist nicht akzeptabel. Entweder gelingt es nun, den Schulhof durch veränderte Schließzeiten wieder als Spielfläche zur Verfügung zu stellen, oder die Stadt muss Alternativen für den Nachwuchs schaffen.

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