Kirchheim

Mitnehmen statt zwingen

Kommentar von Bianca Lütz-Holoch

Bianca Lütz-Holoch

Kommentar Die Gründer des Vereins „Kirchheim. Zukunft. Innenstadt“ mögen ja die besten Absichten gehabt haben. Was sie mit ihrem „Business Improvement District“ (BID) anstreben, klingt durchaus gut: eine saubere, schöne Innenstadt, tolle Aktionen, die Kunden anlocken, und ein Kümmerer, der die Läden betreut.

Ganz und gar nicht geglückt ist jedoch die Art und Weise, wie sie versucht haben, ihre Pläne durchzubringen. Im Vorfeld gab es nicht nur zu wenig Informationen und Gespräche mit den Hauseigentümern, die eine Pflichtumlage treffen würde. Aufgrund der unglücklichen Terminwahl in den Sommerferien musste überdies der Eindruck entstehen, man habe versucht, das Ganze hinter deren Rücken durchzudrücken.

Für eine gute Zusammenarbeit der Händler und eine gelöste Atmosphäre in der Stadt ist das keine gute Basis. Bevor die Verantwortlichen einen neuen Anlauf starten, sollten sie sich dringend Gedanken darüber machen, wie eine wirklich gelungene Kooperation aussehen könnte, von der alle profitieren. Das klappt aber nur, wenn man die Betroffenen mitnimmt, statt sie zu zwingen.

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