Kirchheim

Ökologischer Fußabdruck: Ein Selbstversuch

Den deutschen Durchschnitt werde ich wohl unterbieten können, bin ich überzeugt. Doch um wie viel? Das soll mir der Kirchheimer Klimaschutzbeauftragte einmal ausrechnen, ich bin gespannt. Los geht es mit der Heizung, da gibt es schon die erste Schwierigkeit: Ich kenne zwar meine jährlichen Kosten der Erdgasheizung, aber wie viele Kilowattstunden sind das? Also muss das Programm mithilfe des Gebäudealters und weiterer Angaben schätzen. Meinen Stromverbrauch kenne ich, er ist sehr niedrig und zu 100 Prozent Ökostrom. Beim Verkehr bringe ich es nur auf 0,5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr, ein Fünftel des Durchschnitts – ohne eigenes Auto, und der letzte Flug ist ein Jahrzehnt her. Die Ernährung ist Durchschnitt, da haben mir vielleicht die hin und wieder genutzte Tiefkühlkost und die fehlenden regionalen Einkäufe beim Wochenmarkt die Bilanz verhagelt. Ist mein Konsum nun sparsam, durchschnittlich oder großzügig? Das ist die nächste Frage und sehr schwer einzuschätzen. „Das Freiburger Institut entwickelt das Programm ständig weiter, in der neuen Version wird das detaillierter“, verspricht Mohnke. Für die öffentlichen Emissionen werden zum Schluss jedem 1,1 Tonnen angerechnet, so komme ich insgesamt auf 8,4 Tonnen. Egal, wie der echte Heizungswert und eine andere Selbsteinschätzung beim Konsum diesen Wert verändern würden: Da ist wohl noch Luft nach unten. pd


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