Kirchheim

Vielleicht in 100 Jahren

Geld Am „Equal Pay Day“ gibt es Infos zur gerechten Bezahlung.

Kirchheim. Am kommenden Samstag ist „Equal Pay Day“, der Tag, bei dem es um gerechte Bezahlung geht. Zwischen 10 und 12 Uhr informieren die Frauenliste und die Katholische Arbeitnehmerbewegung am Stand an der Ecke Marktstraße zur Max-Eyth-Straße, wie es um die Gleichberechtigung beim Geldverdienen steht.

Das Datum des Equal Pay Day veranschaulicht den Unterschied zwischen den durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern: Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Deutschland quasi umsonst, während Männer ab dem 1. Januar bezahlt wurden. Zurzeit sind es 77 Tage, nur zwei Tage weniger als 2008.

Wenn man das bisherige Schneckentempo zugrunde legt, würde es noch etwa hundert Jahre dauern, bis die sogenannte Lohnlücke verschwunden ist. Laut Statistischem Bundesamt beträgt sie aktuell 21 Prozent. Vergleicht man, was Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens verdienen, so nähert sich die Lücke sogar 50 Prozent und gipfelt in Rentenlücken von zum Teil über 60 Prozent. Unbezahlte Haushaltsarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen ist immer noch ein wesentlicher Grund für die großen Unterschiede bei Lebenseinkommen und Renten. Frauen leisten nämlich im Schnitt 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer - und das täglich.pm

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