Kirchheimer Umland

Die Tage der alten Gärtnerei-Gebäude sind gezählt

Abbruch Aus Rücksicht auf brütende Vögel rücken die Abrissbagger erst gegen Ende des Jahres an.

Die Gemeinde Dettingen konnte die einstige Gärtnerei Diez samt Anbaufläche kaufen.Foto: Carsten Riedl
Die Gemeinde Dettingen konnte die einstige Gärtnerei Diez samt Anbaufläche kaufen.Foto: Carsten Riedl

Dettingen. Noch ist die einstige Gärtnerei Diez ein trostloser Anblick am Dettinger Ortsausgang in Richtung Owen. Diesen Sommer wird sich daran nichts ändern. „Wir gehen davon aus, dass wir gegen Ende dieses Jahres den Komplex abreißen können. Nach drei Jahren Kampf und Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter konnten wir im Sommer 2016 das Gelände erwerben“, sagte Bürgermeister Rainer Haußmann. Nicht öffentlich hat sich der Gemeinderat schon Gedanken gemacht, was an dieser Stelle entstehen könnte. Schultes und Gremium wollen jedoch noch nicht verraten, was diesbezüglich schon angedacht ist. Bis zum Verkehrsübungsplatz erstreckt sich die Freifläche des ehemaligen Betriebs.

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Weil sich Brut- und Nistplätze auf dem Areal befinden, dürfen frühestens ab 1. Oktober die Abrissbagger anrücken. Bereits vor dem Kauf ließ die Gemeinde den kompletten Baugrund auf Schadstoffe untersuchen. Damit sollte das Kostenrisiko eingeschränkt werden. Hätten sich unerwünschte Materialien im Boden befunden, hätten sie klassifiziert und zu einem entsprechenden Preis entsorgt werden müssen. „Da war nix drin - und Zauneidechsen haben wir dort auch nicht“, konnte Rainer Haußmann berichten. Zwischenzeitlich wurden zehn Proben am Gebäude genommen. „Dabei ist eine Entsorgungsgruppe relevant, allerdings nichts Schwerwiegendes“, erläuterte Architekt Roland Sigel. Laut Bürgermeister Haußmann handelt es sich um Fugenmaterial, das einst bei Neubauten üblicherweise im Hochbau eingesetzt wurde.

Der unterkellerte Bereich wird relativ spät entfernt, weil er sich in unmittelbarer Nähe zum Gehweg befindet. Geleert werden muss auch noch der Heizöltank, weniger aufwendig wird es beim großen Regenspeicherbecken. „Das ist aus Beton, und wir können es komplett recyceln“, sagte Roland Sigel. Er hofft auf günstige Preise und will schnell ausschreiben, damit alle Beteiligten einen Vorlauf haben. Im Finanzhaushalt stehen für den Abbruch und die Räumung der Fläche 100 000 Euro zur Verfügung, dazu noch 30 000 Euro für Unvorhergesehenes. „Wir sind froh, wenn des Glomb weg ist“, sprach Rainer Haußmannn vielen aus der Seele.Iris Häfner