Lenninger Tal

Das Wandern rückt in den Fokus

Tourismus Lenningen will der Marketingkooperation „Wanderkonzeption Mittlere Alb, Albtrauf und Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ beitreten. Von Anke Kirsammer

Tourismus am Albtrauf hat Potenzial. In Lenningen setzt man deshalb verstärkt auf das Wandern.Foto: Symbolbild
Tourismus am Albtrauf hat Potenzial. In Lenningen setzt man deshalb verstärkt auf das Wandern. Foto: Symbolbild

Lenningen. Wandern ist in, und es lässt sich mit den Gästen, die die Alb unter ihre Füße nehmen, Geld verdienen. Davon gehen die Mitglieder der Marketingkooperation „Wanderkonzeption Mittlere Alb, Albtrauf und Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ aus. 18 Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Reutlingen und Esslingen, darunter Owen, Beuren, Bissingen und Erkenbrechtsweiler, gehören seit einem Jahr zu dem Zusammenschluss, dessen Ziele unter anderem das Zertifizieren geeigneter Wege und eine einheitliche Beschilderung sind. Jetzt stellt auch die Gemeinde Lenningen einen Antrag auf Aufnahme.

Bürgermeister Michael Schlecht hatte sein Okay an Empfehlungen der mit Erkenbrechtsweiler und Owen in Auftrag gegebenen interkommunalen Standortstudie Handel, Gewerbe und Tourismus geknüpft. Ein Ergebnis der Studie ist, dass Tourismus im Lenninger Tal Potenzial hat. Deswegen legte Michael Schlecht dem Gemeinderat nahe, der Marketingkooperation beizutreten. „Nageln Sie mich nicht fest, ob die Wertschöpfung tatsächlich eintritt. Aber wir haben die Chance, in den Wandertourismus einzusteigen und nach vorne zu kommen.“ Aus demselben Grund drängte der Rathauschef darauf, sich am Rundwanderweg um die Teck zu beteiligen. Der Weg ist Bestandteil der Konzeption und soll als Premiumwanderweg zertifiziert werden. Die Kosten schultert die Gemeinde Lenningen mit Bissingen und Owen gemeinsam. Wie Schlecht betonte, ist es mit der einmaligen Investition nicht getan. „Der Weg muss auch in einem vernünftigen Zustand sein“, hob er hervor. Der Bürgermeister möchte deshalb Gespräche mit dem Albverein aufnehmen und erwägt auch, den Bauhof ins Boot zu holen. „Ihn mit der Pflege von Wanderwegen zu beauftragen, kriegen wir personell nicht hin, aber bei diesem Wanderweg können wir vielleicht eine Ausnahme machen.“

Gemeinderat Falk Kazmaier wollte die Kostenbeteiligung an dem Weg als Versuch sehen, obwohl er den Nutzen für die Gemeinde nicht recht erkennen konnte. Karl Boßler stellte sich hingegen voll und ganz hinter das Ansinnen von Michael Schlecht: „Ich habe mich früher schon dafür eingesetzt. Wir haben im Lenninger Tal schöne Sachen, die wir zeigen können.“ Georg Zwingmann stieß ins selbe Horn: „Wenn die Standortstudie kein Papiertiger sein soll, müssen wir uns am Wanderweg beteiligen.“ Er unterstütze jede Kooperation in der Region.

Die Beteiligung an der Marketingkooperation kostet die Gemeinde jährlich knapp 3 900 Euro. Für den Wanderweg, von dem 3,4 Kilometer auf Lenninger Markung liegen, bezahlt die Kommune einmalig 3 400 Euro.

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