Lenninger Tal

Der Sänger Sommer-Sehnsucht

Lenninger Gesangssolisten widmen sich einer Jahreszeit

Die Gesangssolisten Lenningen boten ein Konzert von hoher Qualität. Sie präsentierten ­Liebeslieder, Duette und Arien aus einem weiten Repertoire.

Lenningen. Unter Leitung von der Professorin Dr. Aylish Kerrigan gaben die Gesangssolisten Lenningen zum wiederholten Mal ein außergewöhnliches Konzert. Damit bereicherten sie das kulturelle Leben im Lenninger Tal im katholischen Gemeindehaus in Oberlenningen. Begleitet wurden sie am Klavier von Esther Park, das kreative Bühnenbild stammte von Martina Hanßum.

Drei Barockarien eröffneten das Konzert mit einer schönen Interpretation von „Süße Stille“ von Händel durch Martina Hanßum, einer großartigen Vorstellung von Helen Höflinger mit Händels „Dove Sei“, wobei ihre stimmlichen und interpretatorischen Fortschritte deutlich zu hören waren, gefolgt von der temperamentvollen und perfekt intonierten Pergolesi-Arie „Sei tu m’ami“, gesungen von Romy Hink.

Weiter ging es mit Duetten von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn und den harmonierenden Stimmen von Martina Hanßum und Helen Höflinger – Präsentationen, die ein Hochgenuss waren. Über die letzten Jahre entwickelten die beiden Sängerinnen sowohl stimmlich als auch darstellerisch ein ungewöhnliches Duo. Es folgte „Morgentau“ von Edvard Grieg, das jubelnde Liebeslied, gesungen von Rainer Strohwald, der das Publikum auch bewegte mit seiner sehr persönlichen Version von „Dein blaues Auge“ von Brahms. Romy Hink erstaunte wiederum mit ihrem Talent und ihrer Musikalität bei zwei weiteren Liedern von Johannes Brahms, „Meine Lieder“ und die „Mainacht“, gewiss eines der anspruchsvollsten und schwierigsten Lieder. Die Arie „Und ob die Wolke sie verhülle“ aus „Der Freischütz“ wurde mit Bravour vorgetragen von Martina Hanßum, deren Stimme perfekt für die Rolle der Heldin Agatha passen würde. Solveigs Arie aus Peer Gynt mit all ihrer melancholischen Sehnsucht wurde von Romy Hink mit tiefem Gefühl gesungen. Rainer Strohwald begeisterte die Zuhörer mit Humor bei seinem Vortrag von „Ich hab ein Diwanpüppchen – genau wie du“, unterstützt durch erotische Avancen von Martina Hanßum, was mit großem Bravo quittiert wurde. Den Abschluss des Konzerts bildete der schöne „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck. Endloser Applaus folgte seitens des Publikums, das anschließend zu einem Empfang und Gesprächen mit den Musikern blieb. ge

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