Weilheim und Umgebung

DRK-Bereitschaft probt Ernstfall

Helfer Wenn etwas passiert, ist es gut, wenn die Rettungskräfte Hand in Hand arbeiten. Das müssen sie üben.

Foto: privat
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Weilheim. Obwohl die beiden Nachbarbereitschaften des Roten Kreuzes (DRK) Hattenhofen und Weilheim nicht einmal sechs Kilometer Luftlinie auseinanderliegen, war der Kontakt bisher zwischen den Mitgliedern eher mäßig. Schuld daran war die Landkreisgrenze und die dadurch bedingte Zugehörigkeit zu verschiedenen Kreisverbänden.

Die beiden Bereitschaften wollten das ändern und planten kurzerhand eine gemeinsame Übung. Ziel war die Ausbildung von Führungskräften und Helfern durch praktisches Üben, das Kennenlernen von Ausrüstung und Vorgehensweise der jeweils anderen Bereitschaft sowie die Kameradschaft aufzubauen und zu pflegen.

Ort des Geschehens sollte die Landkreisgrenze sein. Für das Szenario wurden der Parkplatz Reußenstein, mit viel Platz zum Üben, sowie die Grillstelle Bahnhöfle ausgewählt. Für die Übung gingen die Rettungskräfte davon aus, dass sich eine Gruppe von 15 Personen bei schönem Sommerwetter zum Grillen am Bahnhöfle trifft. Ein Gewitter mit starken Windböen zieht plötzlich auf. Größere Äste brechen von den Bäumen ab und verletzen zehn der anwesenden Personen teils schwer.

Wie auch im Realfall war die Bereitschaft Weilheim als erste vor Ort, weil sie es einfach näher hat. Sie übernahm die Erstversorgung der Patienten. Bei einer größeren Schadenslage mit mehreren Verletzten wird die Individualmedizin zunächst zurückgestellt und das neue Sichtungskonzept kommt zum Einsatz. Hier werden die Patienten von den ersten Helfern schnell und einfach in drei Kategorien eingeteilt.

Während die Patienten, die noch gehen können, betreut werden, versucht man die bewusstlosen und schwer verletzten Patienten so schnell wie möglich aus dem Schadensgebiet herauszuholen, in einem Schnellbehandlungszelt zu stabilisieren und in ein geeignetes Krankenhaus zu bringen. In einem Schnellbehandlungszelt werden Patienten für den Transport zum Behandlungsplatz oder zur Klinik vorbereitet.

Insgesamt nahmen 50 Helfer an der Übung teil, darunter 40 Einsatzkräfte aus den beiden Bereitschaften und zehn Notfalldarsteller vom Jugendrotkreuz Neidlingen. pm

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