Weilheim und Umgebung

Kita soll so bald wie möglich kommen

Familie Die Stadt Weilheim treibt den Ausbau der Kinderbetreuung mit Hochdruck voran. Für die neue Kindertagesstätte kommen zwei Standorte am Bildungszentrum Wühle infrage. Von Bianca Lütz-Holoch

Für den Neubau ins Auge gefasst hat die Stadt zum einen eine Fläche in der Hegelstraße neben dem Mehrzwecksportfeld und zum ande
Für den Neubau ins Auge gefasst hat die Stadt zum einen eine Fläche in der Hegelstraße neben dem Mehrzwecksportfeld und zum anderen ein Grundstück, das hinter der Sporthalle bei den Parkplätzen in der Schellingstraße gelegen ist.Luftbild: Werner Feirer

Weilheim bekommt eine neue Kindertagesstätte - und zwar bald. „Unser Ziel ist es, Ende des Jahres mit dem Bau zu beginnen“, sagt Weilheims Stadtbaumeister Jens Hofmann. Als mögliche Standorte für den Neubau hat die Stadt zwei Grundstücke beim Bildungszentrum Wühle ins Auge gefasst. Platz für die Kita wäre entweder neben dem Mehrzwecksportfeld an der Hegelstraße oder bei den Parkplätzen hinter der Sporthalle in der Schellingstraße. „Welches Grundstück sich besser eignet, entscheiden wir, wenn die Planungen angelaufen sind“, informiert Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Beide Flächen gehören bereits der Stadt.

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Zunächst einmal soll der Neubau Platz für zwei Kleinkindgruppen und eine altersgemischte Gruppe bieten. „Wichtig ist uns aber auch, dass wir die Kita flexibel auf vier oder fünf Gruppen erweitern können“, so Züfle.

Wartezeiten in den Krippen

Dass zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen da ist, steht für den Rathauschef außer Frage: „Wir haben in Weilheim zurzeit, je nach Einrichtung, Wartezeiten von ein bis 15 Monaten“, verdeutlicht er. Besondere Engpässe gibt es bei Teilzeit-Plätzen im Kleinkindbereich. „Da sind wir bis 2019 ausgebucht“, so Züfle. Auch seien viele Eltern gezwungen, einen Platz fernab ihres eigentlichen Wohnorts anzunehmen. Als Beispiel nennt er die neue U-3-Gruppe in Hepsisau, die lediglich als Übergangslösung gedacht ist: „Der Bedarf sitzt ja mehr in Weilheim als in Hepsisau, und dazwischen liegen fünf Kilometer“, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Da in Weilheim wieder mehr Kinder geboren werden, rechnet die Stadt für die Zukunft damit, dass die Nachfrage weiter steigt, vor allem im U3-Bereich. „Viele Kinder sollen schon mit zwölf Monaten in eine Betreuungseinrichtung kommen, damit die Eltern Beruf und Familie vereinbaren können“, sagt Johannes Züfle. Nicht vergessen dürfe man auch, dass ab dem ersten Geburtstag ein Anspruch auf einen Kita-Platz besteht: „Genügend Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen, ist eine Pflichtaufgabe der Stadt.“

Jetzt hat der Weilheimer Gemeinderat ein Ulmer Architekturbüro damit beauftragt, ein Konzept für den Kita-Neubau auszuarbeiten. Das Büro Hullak Rannow hat bereits zahlreiche Kindertagesstätten geplant und unter anderem das Konzept „Die clevere Kita“ erarbeitet: Basierend auf einem Modulsystem können damit Kindertagesstätten innerhalb kürzester Zeit in Holzständerbauweise errichtet werden. „Wir planen und bauen aber auch Kitas in herkömmlicher Weise“, sagt Architekt Jens Rannow. Nicht versprechen kann er, dass die von der Stadt einkalkulierten 1,8 Millionen Euro für den Neubau am Ende wirklich ausreichen. Da im Baubereich Hochkonjunktur herrscht und die Auftragsbücher der Unternehmen bis zum Anschlag gefüllt sind, seien genauere Schätzungen zu solch einem frühen Zeitpunkt schwierig.