Weilheim und Umgebung

Waldorfschule pflanzt einen neuen Wald im Wald

Aufforstung Pflanzaktion mit 100 Bäumen verbindet die vergangenen 100 Jahre mit den kommenden 100 Jahren.

Nach getaner Arbeit konnten Pflanzer und Paten noch ihre Namen vermerken - auf den Stecken, an die die jungen Bäume zunächst ang
Nach getaner Arbeit konnten Pflanzer und Paten noch ihre Namen vermerken - auf den Stecken, an die die jungen Bäume zunächst angebunden werden, damit sie möglichst gerade wachsen.Foto: Carsten Riedl

Bissingen. 100 Bäume hat die Kirchheimer Waldorfschule am Randecker Maar gepflanzt. Die Aktion vernetzt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Die Vergangenheit bezieht sich auf ein gesamtes Jahrhundert, weil vor 100 Jahren die erste Waldorfschule ihren Betrieb aufgenommen hat. In der Gegenwart wurden deswegen die 100 Bäumchen gepflanzt, die ihrerseits mindestens 100 Jahre Zukunft vor sich haben sollen.

Möglicherweise wird nicht jedes einzelne Bäumchen durchkommen, mit leichtem Schwund ist bekanntlich immer zu rechnen. Aber an mangelnder Sorgfalt kann es zumindest nicht liegen: Zahlreiche Eltern zogen mit ihren Kindern von der Ziegelhütte in das nahegelegene Waldstückchen - zwischen der Ski- und der Schlittenpiste. „Bewaffnet“ waren sie mit allem, was man so braucht, um ein nachhaltiges Zeichen für die ferne Zukunft zu setzen.

Robuste Spaten waren ebenso zu sehen wie Sandschippen vom letzten Strandurlaub. Für Bissschutzmaterial und für Gießkannen sorgten die Veranstalter. Beides ist gleich wichtig, wenn die jungen Schösslinge die nächsten Tage, Wochen und Monate überstehen sollen. Veranstalter waren einerseits die Waldorfschule und andererseits die Ziegelhütte.

Die Idee hatte Bernd Schnabel von der Ziegelhütte, der die „Pflanzer“ fachgerecht in ihre Aufgabe einwies. Besorgt hatte er sowohl Laub- als auch Nadelbäume: Eiche, Linde, Ahorn, Ulme und Wildkirsche sowie Weißtanne und Kiefer.

Friederike Raff von der Waldorfschule rührte im Vorfeld fleißig die Werbetrommel und kümmerte sich darum, die 100 Baumpatenschaften zu vermarkten: Für fünf Euro pro Baum konnte man zum Paten werden „und sich dadurch mit der Nachwelt schon heute vernetzen“. Andreas Volz

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