Zwischen Neckar und Alb

Auf der Spur von Hirten und Sterndeutern

Ökumene Die Kirchen in Wernau laden zu Krippenwegen ein. Trotz Corona herrscht eine weihnachtliche Atmosphäre.

Eine Lichtinstallation auf dem Krippenweg in Wernau. Foto: pr
Eine Lichtinstallation auf dem Krippenweg in Wernau. Foto: pr

Wernau. Zusammenkommen und gemeinsam feiern - was Weihnachten ausmacht, ist wegen der Kontaktbeschränkungen dieses Jahr nicht wie gewohnt möglich. Damit Weihnachten nicht ausfällt, beschreiten die katholische Gesamtkirchengemeinde und die evangelische Johannesgemeinde in Wernau neue Pfade. Geöffnet werden ökumenische Krippenwege. Anstatt zentraler Krippenfeiern am Nachmittag des Heiligen Abends in den Wernauer Gotteshäusern sind Jung und Alt eingeladen, sich am 24. Dezember im wortwörtlichen Sinn auf den Weg zu machen, nämlich auf die Stationen-Krippenwege durch die Stadt. Drei Wege durch Wernau greifen an mehreren Stationen die Weihnachtsgeschichte kind- und familiengerecht auf. So begegnet man biblischen Figuren wie den Hirten, dem Boten des Kaisers oder einem Sterndeuter. Das Ende des Weges ist jeweils in einer der Wernauer Kirchen, wo die Pilger und Spaziergänger das Kind in der Krippe finden. In einem Zeitraum von zwei Stunden gibt es verschiedene Startzeiten. Einen der Wege zu gehen, dauert rund 30 Minuten.

Ab 14.30 Uhr kann vom Spielplatz Panoramastraße/Silcherstraße über verschiedene Stationen zur Johanneskirche gegangen werden. Von 15.30 Uhr an geht es vom Seniorenzentrum St. Lukas zur Erasmuskirche, und ebenfalls ab 15.30 Uhr kann man vom Seniorenzentrum St. Lukas über verschiedene Stationen zur Magnus-Kirche laufen.

Aktionstüten in drei Farben

Zu den Wegen gehört eine Aktionstüte, die es in drei verschiedenen Farben gibt. Jede Farbe ist einem der drei Wege zugeordnet. Die Tüte enthält die zugehörige Startzeit und eine ausführliche Beschreibung. Teilnehmer können den Weg und die Startzeit wählen, die am besten zur eigenen Planung passt. Die Tüten können in den Kirchen und Pfarrämtern abgeholt werden. Pro Familie sollte nur eine Tüte ausgewählt werden.

„Damit kann - auch ohne das gewohnte Krippenspiel in der Kirche - das Weihnachtsgeschehen erzählt und die ­Weihnachtsfreude verbreitet werden“, heißt es von den Organisatoren. Die Wege sind so gewählt, dass Menschenansamm­lungen vermieden werden. Die Teilnehmer sollten durch Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und Einhalten des vorgeschriebenen Abstands dazu beitragen. pm

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