Zwischen Neckar und Alb

„Die Linien des Lebens sind verschieden“

Ausgangspunkt für die Lesung des Sprecherensembles der Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort ist Peter Härtlings Roman „Höl
Ausgangspunkt für die Lesung des Sprecherensembles der Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort ist Peter Härtlings Roman „Hölderlin“ in der Begegnung mit Texten Friedrich Hölderlins. Foto: pr

Zum Abschluss des Hölderlinjahrs, das coronabedingt verlängert wurde, findet am Donnerstag, 15. Juli, in Nürtingen eine szenische Lesung statt. „Die Linien des Lebens sind verschieden“, lautet ihr Titel. Ausgangspunkt für die Lesung des Sprecherensembles der Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort ist Peter Härtlings Roman „Hölderlin“ in der Begegnung mit Texten Friedrich Hölderlins. Die Veranstaltung, eine Kooperation des Theaters im Schlosskeller und des Kulturamts der Stadt Nürtingen, beginnt um 20 Uhr im Theater im Schlosskeller. „Ich kann seine Gedanken nicht nachdenken“, schreibt Peter Härtling in seinem 1976 erschienen, biografisch orientierten Roman Hölderlin. „Ich weiß nicht genau, was ein Mann, der 1770 geboren wurde, empfand. Seine Empfindungen sind für mich Literatur.“ Die subjektive, aber auch sehr emotionale Annäherung an einen Dichter, der 250 Jahre nach seiner Geburt immer noch rätselhaft und faszinierend ist, vollziehen die Sprecher nach. Station für Station entfaltet sich das Bild eines intensiven Lebens. Während Jule Hölzgen und Marcel Krohn die biografischen Passagen sprechen, werden Orlando Schenk und Hannes Seebauer - jahrzehntelanges Ensemblemitglied des Nürnberger Staatstheaters - die Lyrik Hölderlins zum Klingen bringen. Neben großen Texten wie „Der Gang aufs Land“, „An die Parzen“ oder „Eichbäume“ bekommen die Zuhörer auch weniger bekannte Gedichte zu hören. Karten gibt es beim Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, unter der Nummer 0 70 22/ 94 64-150. Ein Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) muss beim Einlass vorgelegt werden. pm/Foto: pr


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