Zwischen Neckar und Alb

Die Presse muss draußen bleiben

AfD-Parteitag Auch in Nürtingen verweigert die Rechtspartei den Medienvertretern den Zutritt zur Halle.

Nürtingen. Begleitet von Protesten hat die baden-württembergische AfD am Wochenende in Nürtingen ihre Bundestagskandidaten nominiert. Die Presse musste wie bereits zuvor beim Nominierungsparteitag in Kehl draußen bleiben. Zur Begründung hieß es, man erwarte keine faire und ausgewogene Berichterstattung.

Da es im vergangenen Jahr beim AfD-Parteitag in Stuttgart zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war, hatte die Polizei am Wochenende in Nürtingen ihre Präsenz verstärkt. Ein Großaufgebot der Polizei - die Pressestelle der Polizeidirektion spricht von mehreren Hundert Einsatzkräften - schirmte die Nürtinger Stadthalle weiträumig ab, um den AfD-Parteimitgliedern einen ungehinderten Zugang zur Stadthalle zu ermöglichen.

Verstärkt wurde das massive Polizeiaufgebot am Samstag unter anderem durch die Reiterstaffel aus Stuttgart und den Polizeihubschrauber, der mehrere Stunden über Nürtingen kreiste.

Gegen 8.30 Uhr begannen dann die ersten angemeldeten Protestkundgebungen im Bereich des Jorderyplatzes und der Heiligkreuzstraße. Dort hatten rund 150 Personen, überwiegend aus dem linksautonomen Spektrum, mit Transparenten Aufstellung genommen. Mit mehreren kleinen Blockadeaktionen wurde versucht, den anreisenden AfD-Mitgliedern die Zufahrt und den Zugang zur Stadthalle zu erschweren.

Am Sonntag war es ruhig im Bereich des Stadthallenplatzes. Die Absperrgitter hatte die Polizei näher ans K3N herangerückt und auch das Polizeiaufgebot war nicht mehr so massiv. Drinnen in der Stadthalle tagten bis zum späten Nachmittag die AfD-Mitglieder. Die Polizei sperrte bis zum Ende der Veranstaltung die Steinenbergstraße ab, um den Delegierten des Parteitages eine gesicherte Heimreise zu ermöglichen.nz

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