Zwischen Neckar und Alb

Kotaiba, Tarek und Ali starten durch

Integration Das Berufliche Ausbildungszentrum Esslingen hilft Flüchtlingen, in Deutschland Fuß zu fassen.

Kotaiba Janody, Tarek Al Kanat­ra, Ali Tukla (von links) wollen in Deutschland etwas erreichen.
Kotaiba Janody, Tarek Al Kanat­ra, Ali Tukla (von links) wollen in Deutschland etwas erreichen.

Esslingen. Im Frühjahr 2016 hat das Berufliche Ausbildungszentrum Esslingen (BAZ) das Projekt „Jump up“ zur beruflichen Integration junger Flüchtlinge gestartet. Der Name steht für „Junge Menschen mit Fluchterfahrung haben Plan und Perspektive“. Inzwischen ist das Angebot in die zweite Runde gegangen. Ein wichtiger Schwerpunkt im Projekt liegt neben der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz auch auf Sprachunterricht sowie kultureller und sozialpädagogischer Förderung.

Für Ali Tukla war „Jump up“ ein voller Erfolg. Der 24-jährige Syrer hat im Projekt nicht nur sein Deutsch verbessert, sondern auch herausgefunden, dass er beruflich gerne im Metallbereich eine Ausbildung machen möchte. Kotaiba Janody und Tarek Al Kanatra gehören zu den aktuellen Projektteilnehmern. Beide sind aus Syrien geflohen, weil sie nicht zur Armee wollten. „Ich kann doch nicht gegen meine Nachbarn oder Freunde kämpfen“, sagt Janody. Der 21-Jährige, der seine Heimat vor dem Abitur verlassen musste, hofft durch „Jump up“ eine Ausbildung als IT-Systemelektroniker zu erreichen. Auch Al Kanat­ra hat ein klares Ziel vor Augen: „Irgendwann möchte ich gerne weiterstudieren“, sagt der 23-Jährige, der in Syrien sechs Semester Jura studiert hatte. Doch zunächst möchte er eine Ausbildung als Informatiker oder Mechatroniker machen. pm

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