Zwischen Neckar und Alb

Regelung zur Sperrstunde ist noch offen

Pandemie Das Landratsamt Esslingen gleicht die Corona-Regeln in weiten Teilen den Regelungen des Landes an.

Symbolbild
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Kreis. „Mit der Angleichung der Rechtslage schaffen wir Klarheit für die Bürger“, sagt der Gesundheitsdezernent Christian Baron. „Vor dem Hintergrund der schnell ansteigenden Inzidenzzahl war es richtig, schnell zu handeln. Nun gibt es eine Landesregel, die das Infektionsgeschehen im Landkreis mit abdeckt.“

Nachdem die Inzidenzzahl am 7. Oktober die Eingriffsstufe von mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner pro Woche überstiegen hatte, erließ das Landratsamt Allgemeinverfügungen zur Beschränkung von privaten Feiern, von Veranstaltungen und zum Tragen einer Alltagsmaske. Die Bekanntmachung der Allgemeinverfügung am Freitag, 16. Oktober, überschnitt sich fast mit der Ausrufung der Pandemiestufe 3 durch die Landesregierung, nachdem landesweit die Vorwarnstufe überschritten worden war.

Die Kreisverwaltung hat daraufhin das Infektionsgeschehen nochmals betrachtet und dann entschieden, weite Teile der Allgemeinverfügung aufzuheben, sodass es einheitliche Regeln gibt. Es gelten nun die Regelungen aus den Corona-Verordnungen des Landes. In einem Punkt gilt jedoch weiterhin die Allgemeinverfügung des Landratsamts: Messen, Ausstellungen und Kongresse dürfen weiterhin nur stattfinden, wenn nicht mehr als 100 Personen teilnehmen. Beschäftigte und sonstige Mitwirkende werden nicht mitgezählt. Ausnahmen erteilt das Ordnungsamt des Landratsamts im Einzelfall. Ob es im Landkreis Esslingen eine Sperrstunde ab 23 Uhr geben wird, ist allerdings noch offen. Das Landratsamt hat noch keine Sperrstunde verfügt. Die Änderungen gelten seit heute.

Corona-Verordnung des Landes

Die Maskenpflicht gilt nun in ganz Baden-Württemberg in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen, wo der Abstand von 1,50 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Auch in öffentlichen Einrichtungen gilt eine Maskenpflicht. Ansammlungen im öffentlichen Raum werden auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen aus maximal zwei Haushalten handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind. Als verwandt gelten Verwandte in gerader Linie, Geschwister und deren Kinder, einschließlich deren Lebenspartner.

Private Feiern sind auf maximal zehn Personen begrenzt. Auch hier darf die Anzahl überschritten werden, wenn es sich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer verwandt sind. Die Teilnehmerzahl für sonstige Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt. Für kulturelle Veranstaltungen gelten gesonderte Regelungen. pm

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