Gegen wiedererstarkte Tuttlinger kassiert VfL 1:9-Pleite
Eiskalt erwischt

Eine unerwartet hohe 1:9-Heimniederlage gegen den TTC Tuttlingen kassierte der VfL Kirchheim in der Tischtennis-Verbandsliga. Damit verabschiedeten sich die Teckstädter endgültig aus dem Relegationsrennen.

Kirchheim. Mit dem Auswärtssieg revanchierten sich die Tuttlinger Spieler für die Hinrundenniederlage und bleiben in der Rückrunde weiter ohne Niederlage. Der TTC-Sieg ging in Ordnung, fiel aber ein paar Punkte zu hoch aus.

Die Eingangsdoppel verliefen auf Augenhöhe. Nachdem Klyeisen/Hummel das 1:0 schafften, spielten Schorradt/Geßner zum wiederholten Mal gegen das gegnerische Spitzendoppel eine starke Partie. Doch es reichte nicht ganz zum Sieg. Hohl/Stoll fabrizierten als Doppel drei im vierten Satz in Führung liegend zu viele leichte Fehler und unterlagen. Damit liefen die Kirchheimer zum ersten Mal in der Rückrunde nach den Doppeln einem 1:2-Rückstand hinterher.

Der Negativtrend sollte sich in den Einzeln fortsetzen. Simon Geßner stand beim knappen 2:3 ebenso wie Klyeisen gegen Stickel (1:3) mit leeren Händen da. Hummel spielte gegen den Schweizer Nikki Schärrer zwei Sätze lang wie aus einem Guss, doch dann riss der Faden komplett und wieder hatten die Tuttlinger ein weiteres knappes Spiel zu ihren Gunsten entschieden. VfL-Teamchef Michael Hohl konnte sich drei Sätze lang nicht gegen die Aufschläge des in der Vorrunde fehlenden Pudimat einstellen und verlor glatt mit 0:3. Das in der Vorrunde noch in Tuttlingen mit vier Punkten überragende hintere Paarkreuz Stoll und Schorradt hatte in den Einzeln ebenfalls wenig zu bestellen – schon hieß es 1:8, und das Spiel war entschieden. Ein Schmankerl war dann noch das Duell der beiden Einser-Spieler Geßner gegen Stickel – jugendliche Unbekümmertheit spielte gegen geballte Routine. Stickel siegte schließlich mit 12:10 im fünften Satz.

Nach dieser klaren Niederlage fahren die Kirchheimer am kommenden Sonntag zum Tabellenzweiten Gnadental. Das Team aus einem Vorort von Schwäbisch Hall, das man in der Vorrunde sensationell mit 9:6 besiegte, ist klarer Favorit. Neben einer fallenden VfL-Formkurve führt auch das Fehlen der Nummer zwei, Michel Klyeisen (Abiturvorbereitungen), dazu, dass der VfL-Optimismus sich diesmal in engen Grenzen hält.as