Polizeiberichte

Erhebliche Behinderungen durch Ausflugsverkehr auf der Alb

Symbolbild

Landkreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis. Insgesamt 584 Verstöße gegen die Corona-Verordnung haben die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Reutlingen in der Zeit vom 23.12.2020 bis zum 27.12.2020 verzeichnet.

In 74 Fällen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Waren es am Mittwoch noch 238 Verstöße gewesen, reduzierte sich die Anzahl an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und am Sonntag auf durchschnittlich 85 registrierte Verstöße pro Tag. In den meisten Fällen war ein Einschreiten wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen (rund 220 Fälle) und gegen die Maskentragepflicht (rund 160 Fälle) erforderlich.

Am Sonntag herrschte auf der Albhochfläche im Landkreis Reutlingen zusätzlich reger Ausflugsverkehr. Insbesondere im Bereich Sonnenbühl und Holzelfingen waren sämtliche Wanderparkplätze belegt, vielerorts waren auch die landwirtschaftlichen Wege und angrenzende Grünflächen überwiegend mit Fahrzeugen aus anderen Landkreisen zugeparkt.

Teilweise bestehende Durchfahrtsverbote wurden ignoriert, Warnbaken umfahren. In Genkingen war durch das Verkehrsaufkommen auf der Zufahrt zum Skigebiet Roßberg kein Durchkommen mehr und der Verkehr staute sich in beide Fahrtrichtungen. Teilweise kam der Verkehr schon auf der Ortsdurchfahrt und der Gönninger Steige zum Erliegen.

Auch für den Rettungsdienst, der gegen 14.15 Uhr auf der Anfahrt zu einem Unfall im Skigebiet war, war ein Durchkommen nur mit Mühe und Zeitverzug möglich. Bei dem Unfall waren zwei Kinder mit ihrem Schlitten mit einer 52-jährigen Frau kollidiert, die nach dem Zusammenstoß vorübergehend nicht mehr ansprechbar war. Die Verletzte musste vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert werden. Die Polizei fuhr unter Einsatz von Sondersignalen voraus, um die Durchfahrt des Rettungsdienstes zu gewährleisten. lp

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