Polizeiberichte

Gas tritt aus - Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei

Foto: SDMG/Krytzner

Riederich Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in der Industriestraße ist es am Montagmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei gekommen. Dort waren bei Arbeiten zwei Gasflaschen beschädigt worden, aus denen Schwefelwasserstoff und Stickoxide austraten. Zehn Personen erlitten Atemwegs- und Augenreizungen.

Ein 25-jähriger Baggerführer war gegen 12.30 Uhr im Außenbereich der Firma damit beschäftigt, Abfälle umzuschichten, als er mit seinem Arbeitsgerät offenbar einen Container touchierte, in dem sich mehrere Gasflaschen befanden. Zwei der Flaschen wurden dabei beschädigt, sodass das darin befindliche Gas austrat.

Nachdem die Einsatzkräfte wenig später vor Ort eintrafen, wurden weit über 100 Mitarbeiter dieses Unternehmens und direkt angrenzender Firmen evakuiert. Die Polizei sperrte zudem die Zufahrten zum Industriegebiet ab und führte im etwas abseits liegenden Wohngebiet Lautsprecherdurchsagen durch, in denen die Anwohner aufgefordert wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Feuerwehr, die mit 63 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen vor Ort war, konnte die beschädigten Gasflaschen nach etwa 90 Minuten bergen und sichern. Während die zehn Leichtverletzten vom Rettungsdienst für weitere Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden, wurden insgesamt 97 weitere Personen in eine nahegelegene Sporthalle gebracht und dort betreut. Die medizinische Versorgung vor Ort erfolgte durch insgesamt 41 Einsatzkräfte, darunter mehrere Notärzte und einem leitenden Notarzt.

Die Polizei war mit insgesamt 14 Beamten im Einsatz, ebenso Experten des Gewerbeaufsichtsamtes sowie der Umweltbehörde. Gegen 16.30 Uhr konnten die Einsatzmaßnahmen abgeschlossen und die Industriestraße wieder frei gegeben werden. Die Spezialisten des Arbeitsbereichs Gewerbe/Umwelt des Polizeipräsidiums Reutlingen haben die Ermittlungen aufgenommen. lp

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