Polizeiberichte

Silvesterbilanz der Landkreise Esslingen, Reutlingen und Tübingen

Symbolbild

Reutlingen In der Nacht zum Jahreswechsel waren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen knapp 400 Einsätze zu verzeichnen. Überwiegend handelte es sich um Schlägereien, Sachbeschädigungen durch Feuerwerk, alkoholisierte Personen, Verstöße gegen das Waffengesetz durch unerlaubtes Führen von Schreckschusswaffen und Brände. Hierbei wurden zum Großteil Mülleimer und Container für Altkleider und Papier zerstört, in einem Fall wurde ein Briefkasten durch einen Böller gesprengt. Insgesamt wurden der Polizei zwei Vorfälle bekannt, bei welchen Personen durch Feuerwerkskörper verletzt wurden.

Am Silvesternachmittag ist es im Reutlinger Ortsteil Betzingen zu einem verbalen Streit zwischen einem 18-Jährigen und einem 20-jährigen Mann gekommen. Dieser eskalierte in den Abendstunden im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses, woran insgesamt vier Personen beteiligt waren und gegenseitig auf sich einschlugen. Alle Beteiligten wurden verletzt.

In Deizisau, im Margaretenweg, kam es gegen 01.00 Uhr zu einem Brand eines Pkw. Unbekannte hatten eine Feuerwerksbatterie halb unter einen Pkw gestellt und diese angezündet. Hierdurch geriet der Pkw in Brand, sodass er völlig ausbrannte. Es entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro.

In Leinfelden-Echterdingen, in der Carl-Spitzweg-Straße, wurde der Feuerwehr gegen 01.40 Uhr ein brennender Pkw gemeldet. Hier wurden Feuerwerksreste unter dem Pkw entzündet und setzten diesen im Frontbereich in Brand. Der Schaden wurde auf etwa 7.000 Euro geschätzt.

In Ofterdingen kam es um Mitternacht, nachdem in der Straße "Weiherrain" eine Hausfassade samt Rolladen durch Feuerwerkskörper beschädigt wurde, im nahegelegenen Jugendclub zu einer Schlägerei. Drei der vier beteiligten Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren zogen sich leichtere Verletzungen zu. Ein 20-Jähriger musste in einer Klinik medizinisch versorgt werden. Bei der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass zuvor mit Schreckschusswaffen geschossen worden war. An Ort und Stelle wurde eine Schreckschußwaffe aufgefunden. Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung beim 25-jährigen Delinquenten wurden zwei weitere Schreckschusswaffen samt Muniton sowie Betäubungsmittel in einer Kleinstmenge aufgefunden und beschlagnahmt.

Zwei Bewohner konnten in der Tübinger Schwabstraße um 02.50 Uhr das Haus unverletzt verlassen, nachdem ein angrenzender Holzschuppen in Brand geraten war. Der Sachschaden wurde auf ca. 35.000 Euro geschätzt, die Brandursache ist noch unklar. Vermutlich durch eine abgefeuerte Silvesterrakete wurden Möbel auf einem Balkon am Egeriaplatz um Mitternacht in Brand gesetzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 5.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. lp

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