Polizeiberichte

Sprengstoff zünden aus Langeweile

Esslingen. Die Polizei hat einen Mann ermittelt, der im Januar am Esslinger Bahnhof einen selbst gebastelten Sprengstoffsatz zündete. Ein 50-jähriger Deutscher hat gestanden, den Sprengkörper gebastelt und gezündet zu haben. Gegen ihn ermitteln jetzt die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen.

Der Mann hatte am 13. Januar gegen 16.30 Uhr einen Sprengsatz an einem provisorischen Strommast auf einer Baustelle in unmittelbarer Nähe zu den Gleisanlagen angebracht und gezündet. Dabei war niemand verletzt worden. Auch war es zu keinem nennenswerten Schaden gekommen. An den aufgefundenen Überresten des Sprengkörpers konnten Spezialisten des Landeskriminalamts eine DNA-Spur sichern. Ein Abgleich mit der DNA-Analyse-Datei brachte die Ermittler auf die Spur des 50-Jährigen, der wegen verschiedener Delikte der Allgemeinkriminalität bereits polizeilich bekannt war. Der Verdächtige legte ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv gab er Langeweile und Faszination für Feuerwerk an. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Bis sich der 50-Jährige gerichtlich verantworten muss, ist er auf freiem Fuß. lp

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