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An Projekten weiterarbeiten

Zum Kommentar „Das wäre nicht nötig gewesen“ vom 15.  Dezember

Die Mehrheit des Gemeinderats hat in der Haushaltsverabschiedung am vergangenen Mittwoch der Verlängerung der Stelle des Klimaschutzmanagers zugestimmt. Und das ist auch gut so! Die Fraktion Grüne hatte diese Verlängerung im Übrigen bereits vor einem Jahr beantragt. Wäre dem Gemeinderat damals bekannt gewesen, dass für eine solche Verlängerung wieder Fördermittel beantragt werden können, so wäre diese Stelle vermutlich bereits damals verlängert worden, und der Stelleninhaber hätte sich nicht anders orientieren müssen.

Wir denken trotzdem, dass auch eine neue Person auf dieser Stelle in zwei Jahren viel für die Etablierung des Klimaschutzes nicht nur innerhalb der Verwaltung, sondern auch in der Kirchheimer Bevölkerung erreichen kann. Dabei kann die Person auf das Kirchheimer Klimaschutzkonzept, das 2013 in einem breiten Bürgerbeteiligungsprozess erarbeitet wurde, zurückgreifen. Gruppen und Multiplikatoren, die sich seither gefunden hatten, stehen immer noch bereit, um an den begonnenen Projekten weiterzuarbeiten. Und wenn dem Gemeinderat an Nachhaltigkeit gelegen sein muss, wie von Herrn Volz gefordert, so bleibt es uns unbenommen, genauso wie für den Naturschutz eine Dauerstelle für den Klimaschutz in der Verwaltung einzurichten.

In diesem Zusammenhang das Bild „Geld zum offenen Fenster rausschmeißen“ zu bemühen, ist absolut einseitig, wenn man gleichzeitig verschweigt, dass der Gemeinderat in derselben Sitzung eine bereits beschlossene Erhöhung der Parkgebühren für ein Jahr gegen die Stimmen von Grünen und Frauenliste ausgesetzt hat. Hierbei entgehen uns Einnahmen von über 200 000 Euro. In einem Jahr! Davon ließe sich die Stelle eines Klimaschutzmanagers für drei Jahre finanzieren.

Sabine Bur am Orde-Käß, Fraktionsvorsitzende Grüne im Gemeinderat

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