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CO2-Steuer auf den Transport

Zum Artikel „Fridays for Future fordern Preis für CO2“ vom 9. April

Ob die komplexen Zusammenhänge des Klimas und damit die zu beobachtenden Veränderungen wirklich verstanden sind, mag bezweifelt werden. Dass CO2 dabei eine Rolle spielt, scheint durchaus glaubhaft, und insofern ist eine Forderung nach Besteuerung dieser Emission nachvollziehbar. Über deren Höhe kann man sicher endlos streiten. Aber das ist nicht der Punkt.

Wichtig wäre eine CO2-Steuer auf alle Produkte und deren Transport. Die Ausgangsmaterialien einer Jeans haben im Schnitt dreimal den Erdball umrundet, bevor diese im Regal landet. Sogenannte Fairtrade-Rosen aus dem Kongo im Discounter kommen auch nicht ohne CO2-intensiven Transport daher. Ein Apfel vom Bodensee hat da eindeutige Vorteile gegenüber einem aus Chile. Ein dämliches Plastikspielzeug aus China? Da wäre die CO2-Bepreisung vermutlich höher als der Wert. Auch das könnte einiges gerade rücken in unserer Konsumwelt. In Deutschland wird eine mögliche CO2-Besteuerung, sollte sie denn kommen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließlich dem privaten Strom- und Kraftstoffverbraucher aufgebürdet. Ist einfach, aber völlig daneben.

Bodo Lorenz, Schlierbach

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