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Diesel-Deal beim Gipfel in Berlin

Zur Berichterstattung über den Dieselgipfel

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Die Regierung hat wieder einmal versagt.

Die Auto-Industrie hat mit der Schummelsoftware die Verbraucher betrogen und Millionen verdient.

Und jetzt klagt sie, dass eine Hardware-Nachrüstung zu teuer sei, und kommt beim Gipfel in Berlin mit einem günstigeren Software-Update durch. Und das anscheinend ohne Folgekosten für den Verbraucher.

Am Ende zahlt der Verbraucher dann doch wieder die Zeche. Leistungsverlust, Wertverlust, und wie in Fachzeitschriften mehrfach zu lesen war, werden die Folgekosten für ein verstopftes AGR-Ventil (durch die höhere Partikelmenge) nicht als Folgeschaden der Softwareaktualisierung anerkannt. Und wieder verdient die Autoindustrie, jetzt an den Ersatzteilen. Die von der Autoindustrie geplante Abwrackprämie für ältere Dieselfahrzeuge ist nichts anderes als ein Rabatt, den man heute schon bei Dieselfahrzeugen verhandeln kann. Das Kind bekommt nur einen anderen Namen.

Dabei gibt es bereits ein fertiges Nachrüstsystem, das den Stickoxid-Ausstoß älterer Diesel drastisch reduziert. Die Firma Twintec hat ein universelles SCR-System entwickelt, das sich in jedem Diesel nachrüsten lassen soll. Im Realbetrieb wurden 49 Milligramm NOx (Stickoxide) pro Kilometer gemessen - der Euro-6-Labor-Grenzwert liegt bei 80 Milligramm pro Kilometer. Im Realbetrieb darf dieser um 2,5-mal höher sein.

Es geht also. Wollen wir wirklich unseren Kindern und Kindeskindern eine kaputte Umwelt hinterlassen?

Karsten Deuringer, Owen